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Die Junge Kurie (JK)

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist nicht nur Gelehrtengesellschaft, sondern zugleich auch Forschungsträgerorganisation, die über ca 100 Millionen Euro Budget / Jahr verfügt. Entscheidungen über die Verwendung dieser Mittel, also Gründung/Schließung/Budget von ÖAW Instituten werden vom Präsidium der Gelehrtengesellschaft nach Zustimmung des 14-köpfigen Akademierats, der zur Hälfte aus InstitutsdirektorInnen besteht, getroffen. In der vertraulichen Gesamtsitzung der ÖAW werden Entscheidungen über den Entwicklungsplan, der Zusammensetzungen der verschiedenen Gremien (inkl. Wahl des Präsidiums), der Wahl neuer Mitglieder etc. getroffen.

Als einer der Kernpunkte der (von außen erzwungenen) ÖAW Reform wurde 2007/2008 die Einrichtung einer "Jungen Kurie" als integraler Teil der ÖAW in der Satzung verankert, als "3. Stand" zusätzlich zu den beiden Klassen.

Maximal 70 "jüngere" WissenschafterInnen werden auf 8 Jahre befristet in die ÖAW aufgenommen und sind mit 16 Stimmen in der Gesamtsitzung und einem Sitz im Akademierat in Gremien vertreten. Allerdings hat die Junge Kurie keinen Sitz im alles entscheidenden Präsidium.

Die Junge Kurie besteht im Wesentlichen aus den TrägerInnen von ERC-starting award und START-Preis, also streng international evaluierten großen Exzellenz-Projekten. Das Durchschnittsalter in der Jungen Kurie beträgt ca. 43 Jahre, der Anteil an Frauen ca 25 %.

Die "Junge Kurie" spielt eine prinzipiell andere Rolle als z.B. die deutsche "Junge Akademie", in ihrer Mission ist der Versuch, die ÖAW zu reformieren, wesentliches Element.