09/26/2016

Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Yonath an der Öaw

Die israelische Strukturbiologin spricht am 5. Oktober auf Einladung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Center for Israel Studies Vienna über die entscheidende Rolle von Ribosomen bei der Evolution allen Lebens.

Ribosomen stehen im dringenden Verdacht, zentral für die Evolution des Lebens zu sein: Das Herzstück dieser winzigen Wundermaschinen inmitten unserer Zellen sorgt nicht nur dafür, dass aus genetischen Bauplänen auch physische Struktur wird. Ihr Innerstes offenbart auch über alle Spezies hinweg verblüffende Ähnlichkeiten und erweist sich, seit Anbeginn des Lebens auf der Erde, als erstaunlich immun gegenüber vielfältigen Einflüssen von außen.

In ihrem Vortrag „Thoughts about the Origin of Life“ widmet sich die israelische Nobelpreisträgerin Ada Yonath am 5. Oktober 2016 im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) diesem Rätsel. Die Strukturbiologin, die sich Zeit ihres Forscherlebens eingehend mit der Struktur von Ribosomen befasste, wird dabei erläutern, warum gerade sie Rückschlüsse auf die Entstehung und die Weiterentwicklung allen Lebens erlauben.

Ada Yonath ist „Professorin für Strukturbiologie“ und Direktorin des Helen and Milton A. Kimmelman Center for Biomolecular Structure and Assembly am Weizmann Institute of Science im israelischen Rehovot. Für ihre Forschungen zu Ribosomen, die wichtige Erkenntnisse zu den Wirkmechanismen von Antibiotika lieferten, erhielt sie im Jahre 2009 gemeinsam mit den Biologen Venkatraman Ramakrishnan und Thomas A. Steitz den Nobelpreis für Chemie.

Ihr Vortrag in Wien bildet den Auftakt einer neuen Vortragsreihe, die von der ÖAW und dem Center for Israel Studies Vienna gemeinsam ins Leben gerufen wurde, um den wissenschaftlichen Austausch zwischen Österreich und Israel verstärkt zu fördern.