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International Geological Correlation Programme (IGCP)

Abgeschlossene Projekte:

Triassic Time (IGCP-467)

Projektleitung: Prof. Dr. Leopold KRYSTYN, Institut für Paläontologie der Universität Wien
Dauer: 6 Jahre (ab 2002)

Kontakt:
Prof. Dr. Leopold Krystyn
Institut für Paläontologie
Universität Wien
Althanstraße 14, 1090 Wien
leopold.krystyn@univie.ac.at


Drilling at the Bosumtwi impact crater, Ghana

Projektleitung: Prof. Dr. Christian KÖBERL, Institut für Geologische Wissenschaften der Universität Wien; Dr. Norbert SCHLEIFER, Institut für Geophysik der Montanuniversität Leoben
Dauer: 3 Jahre (ab 2004)


Kurzfassung

Tiefbohrung im Bosumtwi-Impaktkrater (Ghana)

Der Bosumtwi-Impaktkrater in Ghana, Westafrika (Durchmesser: 11 km), ist einer der interessantesten Meteoritenkrater der Erde an dem die Gefahr von Meteoriteneinschlägen abgeleitetet werden kann. Es handelt sich dabei um den jüngsten großen komplexen Impaktkrater auf der Erde; er besitzt ein Alter von 1.07 Millionen Jahre. Der Krater ist mit einem See gefüllt, und es wurde gezeigt, dass die Seesedimente Jahresablagerungen darstellen, d.h. dass die paläoklimatische Untersuchung dieser Sedimente Informationen über die lokale und regionale Klimaentwicklung der letzten Million Jahre mit einer Auflösung von einem Jahr zulässt. Diese paläoklimatischen Gesichtspunkte, zusammen mit der Tatsache dass Bosumtwi für die Impaktforschung von großer Bedeutung ist, haben dazu geführt, dass 2004 ein umfangreiches Tiefbohrprogramm beim "International Continental Scientific Drilling Program" (ICDP) durchgeführt wurde. 16 Bohrkerne wurden entnommen, davon 2 die bis in 540 bzw. 450 m Tiefe ins Impaktgestein vorgedrungen sind. Im Rahmen der Untersuchungen an Bohrkernproben werden als österreichische Beiträge geochemische, petrographische, mineralogische, und petrophysikalische Untersuchungen an den Impaktgesteinen durchgeführt.


Kontakt:
Prof. Dr. Christian Köberl
Institut für Geologische Wissenschaften
Universität Wien
Althanstraße 14, 1090 Wien
T +43 1 4277-53110
F +43 1 4277-9531
christian.koeberl@univie.ac.at

Dr. Norbert Schleifer
Institut für Geophysik
Montanuniversität Leoben
Peter-Tunner Str. 27, 8700 Leoben
T +43 3842 402-2625
F +43 3842 402-2602
schleifer@unileoben.ac.at


Upper Cretaceous Oceanic Red Beds in the Eastern Alps (IGCP-463)

Projektleitung: Prof. Dr. Michael WAGREICH, Institut für Geologische Wissenschaften der Universität Wien
Dauer: 5 Jahre (ab 2002)


Kurzfassung

Ozeanische Rotsedimente der Oberkreide: eine Reaktion auf weltweite Änderungen im Ozean/Klima-System

Während der Oberkreide (ca. 100 - 65 Mio. J.) vollzog sich ein bedeutender Wechsel in den Ablagerungen der Weltmeere von dunkelgrauen und schwarzen Tonen mit erhöhten organischen Kohlenstoffgehalten zu roten Tiefseetonen und roten pelagischen Kalken. Eine Vielfalt an Prozessen, etwa Änderungen im globalen Kohlenstoffkreislauf, im Strömungsmuster der Ozeane oder dramatische Änderungen des Paläoklimas oder der Paläoproduktivität planktonischer Organismen kann zu diesem weltweit beobachtbaren Umschlag in der marinen Sedimentation geführt haben. Ziel des Projektes ist die Ursachen zu untersuchen, die zu dem Wechsel von anoxischer zu oxischer Sedimentation geführt haben, mit Hilfe geochemischer, sedimentologischer und stratigraphischer Analysen. Ausgehend von diesen Rotsedimenten (CORB) sollen Daten und Modelle zu derartigen dramatischen globalen Veränderungen des Paläoklimas und der Paläozeanographie entwickelt werden. Das österreichische Teilprojekt untersucht speziell Stratigraphie und Geochemie zyklischer Übergänge von grauen zu roten Tiefseesedimenten.


Kontakt:
Prof. Dr. Michael Wagreich
Institut für Geologische Wissenschaften
Universität Wien
Althansstraße 14, 1090 Wien
T +43 1 4277-53465
F +43 1 4277-9534
michael.wagreich@univie.ac.at


Dysoxic to Oxic Change in the Middle Cretaceous (IGCP-494)

Projektleitung: Prof. Dr. Michael WAGREICH, Institut für Geologische Wissenschaften der Universität Wien
Dauer: 3 Jahre (ab 2003)


Kurzfassung

Der Wechsel von anoxischer zu oxischer Sedimentation in der Mittelkreide: Eine Studie in der Tethys

Das Ziel des IGCP 494 Young Scientist Project ist, internationale Kooperationen zwischen vielversprechenden jungen Wissenschaftlern aus Entwicklungsländern und entwickelten Ländern zu fördern. Dieses Projekt widmet sich der Erforschung der Umweltbedingungen während des mehrmaligen Wechsels von anoxischen zu oxischen Ablagerungsbedingungen in Tiefwassersedimenten der mittleren Kreide (ca. 125 - 93 Mio. J.), wobei vor allem der Tethysraum von Italien bis in den Himalaya im Vordergrund der Untersuchungen steht. Diese Sedimente überliefern paläoklimatische, paläozeanographische und tektonische Umweltänderungen, die zu Schwankungen des Oxidationspotential der Tethys führten. Das Projekt zielt auf ein besseres Verständnis der Ursachen von Änderungen in Ablagerungsraten und Ablagerungsmengen an organischen Kohlenstoff sowie der Sauerstoffzyklik in den Weltmeeren während der mittleren Kreide.


Kontakt:
Prof. Dr. Michael Wagreich
Institut für Geologische Wissenschaften
Universität Wien
Althansstraße 14, 1090 Wien
T +43 1 4277-53465
F +43 1 4277-9534
michael.wagreich@univie.ac.at


DIMS - Depth Images of the Earth´s Crust Supported by Magnetotelluric Soundings (IGCP-474)

Projektleitung: Prof. Dr. Franz KOHLBECK, Institut für Geodäsie und Geophysik der Technischen Universität Wien
Dauer: 3 Jahre (ab 2005)


Kurzfassung

DIMS - Bilder der Erdkruste erstellt mit magnetotellurischen Methoden

Untersucht wird ein Gebiet am Alpenostrand (Burgenland und Steiermark). welches bereits mit den seismischen Projekten CELEBRATION und ALP2002 erforscht wurde. Der Vergleich der Methoden soll es ermöglichen die Struktur und die physikalischen Eigenschaften der Kruste besser zu verstehen. Der Frequenzbereich liegt zwischen 1000Hz und 0.001Hz. Die Eindringtiefe des Verfahrens liegt je nach Auflösung zwischen 50km und 70km (Kruste und oberster Mantel). Die ersten Messungen erfolgen mit einer Metronix GMS-06 Messeinrichtung. Andere Geräte sollen ebenfalls erprobt werden, darunter auch seismischen Verstärker und Speichereinheiten an Stelle der traditionellen magnetotellurischen Geräte. Die Auswertung erfolgt zuerst eindimensional und anschließend unter Verwendung des kompletten Impedanz-Tensors.


Kontakt:
Prof. Dr. Franz Kohlbeck
Institut für Geodäsie und Geophysik
Technische Universität Wien
Gusshausstraße 27-29, 1040 Wien
T +43 1 58801-12820
F +43 1 5044232
fkohlbec@pop.tuwien.ac.at


 
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Last update: 2011/07/05
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