Abgeschlossene Projekte:
The Economics of Hydrological Global Change-effects on water supply ("EHGC Water"; IHDP-28)
Projektleitung:
Prof.DDr. Michael STEINER, Institut für Technologie- und Regionalpolitik der Joanneum Research
Dauer:
2 Jahre (ab 2004)
Kurzfassung
Die Ökonomik von hydrologischen Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserversorgung
Österreich ist vergleichsweise reich mit Wasserressourcen ausgestattet. Trotzdem variiert die Verwundbarkeit der lokalen Wasserversorgung regional durch Niederschlagsschwankungen und anderen vom Klimawandel betroffenen Parametern. Manche Regionen Österreichs weisen Boden- und Gesteinsstrukturen auf, die eine Infiltration von Wasser in den Aquifer erschweren. Wenn zusätzlich die Niederschlagsmenge geringer ist als die Verdunstung, dann führt jede Entnahme aus einem Wasserspeicher zur Senkung des Wasserspiegels. In diesen Regionen wird die Wasserversorgung aus lokalen Ressourcen unsicher und die Effekte des Klimawandels und die lokalen ökonomischen Auswirkungen sind zu untersuchen, um entsprechende Anpassungsentscheidungen, wie interregionale Wassertransportleitungen aufgrund gesicherter Erkenntnisse zu treffen. Als Beispielsregion wurde aufgrund der besonderen Betroffenenheit sowie von bereits vorhandenen Daten und ausgearbeiteten Modellen und Methoden die Oststeiermark gewählt. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt somit in der Entwicklung von ökonomischen Methoden zur Bewertung von hydrologischen Veränderungen im Wasserdargebot. Interdisziplinäre wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ökonomik, Hydrologie und Klimatologie soll eine Bewertung der erwarteten Beeinträchtigungen und Gegenstrategien zu den Auswirkungen von Klimawandel auf die Wasserversorgung erbringen.
Kontakt:
Prof.DDr. Michael Steiner
Institut für Technologie- und Regionalpolitik
Joanneum Research
Elisabethstr. 20, 8010 Graz
T +43 316 8761426
F +43 316 8761480
michael.steiner@joanneum.at
Kohlenstoffhaushalt und gesellschaftlicher Wandel: Zusammenhänge von Kohlenstoffflüssen und sozioökonomischer Dynamik in Österreich 1830-2000 (IGBP-26)
Projektleitung:
Prof. Dr. Helmut HABERL, Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt
Dauer:
3 Jahre (ab 2004)
Kurzfassung
Das Projekt untersucht Verbindungen zwischen sozio-ökonomischer Dynamik und Österreichs Kohlenstoffhaushalt 1830-2000. Es zielt auf ein biophysisches Accountingsystem ab, das konsistent an sozio-ökonomische Prozesse und deren Erfassung in Form von Statistiken, insbesondere der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, anbindbar ist. Mit Hilfe dieses Modells werden wesentliche Kohlenstoff-Bestände und -Flüsse in Österreich sowie ihr Zusammenhang zu sozio-ökonomischen Veränderungsprozessen im Zeitraum 1830-2000 erfasst und analysiert. Dabei werden sowohl gesellschaftliche Kohlenstoffbestände und Flüsse (z.B. Fossilenergie) als auch gesellschaftliche Einflüsse auf Kohlenstoffbeständen und -flüsse in Ökosystemen (z.B. Kohlenstoff in der Vegetation) berücksichtigt. Besonderes Augenmerk wird auf die systemischen Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Bereichen gelegt. Das Projekt zielt darauf ab, Beiträge zur Erforschung der von Österreich ausgehenden sozio-ökonomischen Driving forces des Globalen Umweltwandels zu leisten.
Kontakt:
Prof. Dr. Helmut Haberl
Institut für Soziale Ökologie
Universität Klagenfurt
Schottenfeldgasse 29/5, 1070 Wien
T +43 1 5224000-406
F +43 1 5224000-477
helmut.haberl@uni-klu.ac.at
Klimawandel im Hochgebirge: 10 Jahre Vegetationsmonitoring an den Kältegrenzen pflanzlichen Lebens (IGBP-27)
Projektleitung:
Prof. Dr. Karl REITER, Institut für Ökologie und Naturschutz der Universität Wien
Dauer:
3 Jahre (ab 2003)
Kontakt:
Prof. Dr. Karl Reiter
Institut für Ökologie und Naturschutz
Universität Wien
Althanstr. 14, 1090 Wien
karl.reiter@univie.ac.at
Climate impact on plant, insect and bird phenology in Austria (CLIMPHEN)
Projektleitung:
Dr. Helfried SCHEIFINGER, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Dauer:
2 Jahre (ab 2005)
Kurzfassung
Klima-Einflüsse auf die Phänologie von Pflanzen, Insekten und Vögeln
In jüngster Zeit konnte sich die Phänologie als wichtige Informationsquelle auf dem Gebiet der Klimawirkungsforschung etablieren. Eine zunehmende Zahl von Studien legt nahe, dass Pflanzen und Tiere der mittleren und höheren Breiten der nördlichen Hemisphäre auf den Anstieg bodennahen Lufttemperaturen während der letzten Jahrzehnte bereits reagieren. Das Ziel von CLIMPHEN besteht in einer umfassenden statistischen Beschreibung des räumlichen und zeitlichen Verhaltens der pflanzen- und insektenphänologischen Beobachtungen in Österreich. Von besonderem Interesse ist der Einfluss der komplexen Topographie der Alpen auf die phänologischen Eintrittszeiten. Weiters wird der Einfluss der Lufttemperatur, welche die Eintrittszeiten der phänologischen Phasen im wesentlichen steuert, untersucht und die zeitlichen Trends der Eintrittszeiten der phänologischen Phasen und der Lufttemperatur miteinander verglichen. Mittels eines statistischen Regionalisierungsverfahrens und zukünftiger Klimaszenarien wird ein Bild einer möglichen zukünftigen Entwicklung der phänologischen Eintrittszeiten gezeichnet.
Online Projektbericht
Kontakt:
Dr. Helfried Scheifinger
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Hohe Warte 38, 1190 Wien
T +43 1 36026-2410
F +43 1 36026-74
Helfried.Scheifinger@zamg.ac.at
Sustainable Food Consumption in Austria: Trends and Options
Projektleitung:
Dr. Ines OMANN, Sustainable Europe Research Institute (SERI)
Dauer:
2 Jahre (ab 2005)
Kurzfassung
Nachhaltiger Lebensmittelkonsum in Österreich: Trends und Möglichkeiten
Das Projekt sufo:trop (Sustainable food consumption in Austria: trends and options) untersucht Ernährungsmuster in Österreich und gibt Politikempfehlungen zur Unterstützung von nachhaltigem Lebensmittelkonsum, indem die Konsummuster anhand von ökonomischen Daten analysiert werden. Derzeitige Trends sagen, dass der Anteil für Ernährung an den Gesamtausgaben eines Haushalts sinken, wobei der tägliche Kalorienverbrauch allerdings steigt, sowie der Anteil an Fleisch und Süßigkeiten, zwei sehr energieintensive Nahrungskategorien. Diese Entwicklung ist offensichtlich als nicht-nachhaltig zu bezeichnen. Im vorliegenden Projekt werden verschiedene Nahrungskategorien untersucht und Einflussbereiche bzw. Zusammenhänge analysiert: Fleisch vs. Gemüse; herkömmliche vs. biologische Produktion; regionale vs. weitläufige Produktion, etc. Der zweite Schwerpunkt liegt auf haushaltsspezifischen Konsummustern unter Berücksichtigung von Haushaltseinkommen, Familienstruktur und Lage. Modellsimulationen basierend auf den verschiedenen Konsummustern bilden die Basis für Politikempfehlungen in Bezug auf nachhaltigen Lebensmittelkonsum. Dieses Projekt läuft zwei Jahre, beginnend mit September 2005 und wir von einem Team am Sustainable Europe Research Institute in Wien und am Institut für Volkswirtschaft der Universität Graz durchgeführt.
Online Projektbericht
Kontakt:
Dr. Ines Omann
Sustainable Europe Research Institute (SERI)
Garnisongasse 7/27, 1090 Wien
T +43 1 9690728-20
F +43 1 9690728-17
ines.omann@seri.at
Spatial consumption/production structure and mobility-related CO2 emissions (SPACON+)
Projektleitung:
Dr. Birgit FRIEDL, Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Graz
Dauer:
2 Jahre (ab 2005)
Kurzfassung
Räumliche Produktions- und Konsumstruktur und verkehrliche CO2-Emissionen (SPACON+)
Der Verkehrsbereich verursacht derzeit den größten Zuwachs an Treibhausgasemissionen. Jede Mobilitätsentscheidung ist von der Raumstruktur und Landnutzung für die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Erholung und Produktion abhängig. Um die Mobilitätsnachfrage zu reduzieren, bedarf es daher einer grundlegenden Änderung der Raumstruktur (inkl. Infrastruktur), was wiederum einen langfristigen Prozess darstellt, mit Rückwirkungen auf das Produktionssystem und den Ausstoß an Treibhausgasen.
In dieser Studie werden diese Interaktionen mittels eines räumlichen Computable General Equilibrium Modells beschrieben, um das Potential von technologischen sowie raumplanerischen Maßnahmen für die Reduktion der verkehrlichen Treibhausgasemissionen abzuschätzen.
Online Projektbericht
Kontakt:
Dr. Birgit Friedl
Institut für Volkswirtschaftslehre
Universität Graz
Universitätsstr. 15, 8010 Graz
T +43 316 380-7107
F +43 316 380-9520
birgit.friedl@unigraz.at
Oil-reduced agriculture
Projektleitung:
Prof. Dr. Wolfgang KROMP, Institut für Risikoforschung der Universität Wien
Dauer:
2 Jahre (ab 2005)
Zusammenfassung
Erdöl-reduzierte Landwirtschaft
Das Projekt "Erdöl-reduzierte Landwirtschaft" begann mit der Untersuchung der Korrelation zwischen den sogenannten "Vavilovzentren" (Genreserven unserer Nahrungsmittelpflanzen) und formativen Hochkulturen, da letztere diese Zentren natürlichen Biodiversität hinterlassen hatten. Für gewöhnlich bedeutet die Entwicklung von Zivilisationen die Homogenisierung der Landwirtschaft und damit genetische Erosion. In "vavilov-stranded civilizations" war dies nicht der Fall.
Die INCMAS ("Integrated (Micro-) Climatic Management Systems") - Technologie der Anden ist dieser gesuchte kausale Zusammenhang. Auf der Mobilisierung lokaler Ressourcen wie Sonne, Wasser, Erde, Biomasse beruhend, wurden nicht mögliche Massentransporte durch "knowledge based agriculture" ersetzt. Aufgrund der Vorarbeiten unseres Partners, des australischen Physikers und Ethnologen John Earls können wir die Forschungen zum Einsatzgebiet dieser Technologie auf dem Gebiet der "in situ - Konservierung der Germplasmen" mit moderner Informationstechnologie weiter entwickeln.
Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Kromp
Institut für Risikoforschung
Universität Wien
Türkenschanzstrasse 17, 1180 Wien
T +43 1 4277-53901
F +43 1 4277-9539
risikoforschung@irf.univie.ac.at