Auswirkungen von Schwerverkehrszuwächsen auf Österreichs Straßeninfrastruktur im alpinen Raum
Projektleitung:
Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ronald BLAB, Institut für Straßenbau und Straßenerhaltung der Technischen Universität Wien
Dauer:
2 Jahre (ab 2004)
Kurzfassung
Aufgrund der geopolitischen Lage der Alpenanrainer - Staaten ist als Folge der Osterweiterung der Europäischen Union auch bei Ausschöpfung aller mittel- und langfristig realisierbaren Umlagerungspotentiale des Verkehrs von der Straße auf die Schiene mit enormen Zuwächsen beim Straßenschwerverkehr speziell in alpinen Regionen zu rechnen. Unter den extremen Bedingungen in alpinen Regionen sind die temperaturbedingten Einflüsse auf die Tragfähigkeitsentwicklung von flexiblen Befestigungen besonders ausgeprägt. Im Rahmen von dynamischen Ermüdungsversuchen an Asphaltprobekörpern soll der Einfluss der Temperaturbedingungen und der verringerten Lastpausen durch das erhöhte Schwerverkehrsaufkommen erstmals versuchstechnisch quantifiziert werden. Parallel dazu soll ein mikromechanisches Modell zur Beschreibung und Aufklärung der Entstehung von Mikrorissen als Folge der Materialbeanspruchung entwickelt werden. Auf Grundlage der systematischen Materialuntersuchungen und des mikromechanischen Modells zur Beschreibung des Schadensmechanismus ist in der Folge erstmals eine wissenschaftlich fundierte Quantifizierung der erhöhten strukturellen Schädigung der Straßeninfrastruktur auf Österreichs hochbelasteten alpinen Transitrouten möglich.
Kontakt:
Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ronald Blab
Institut für Straßenbau und Straßenerhaltung
Technische Universität Wien
Gusshausstraße 28, 1040 Wien
T +43 1 58801-23314
F +43 1 58801-23399
rblab@istu.tuwien.ac.at
Emissionsgesteuerter Verkehr über die Alpen: Ein verkehrspolitisches verkehrsmittelübergreifendes Lenkungsinstrument zur umweltverträglichen Gestaltung des Verkehrs in ökologisch sensiblen Räumen (Alpine Landschaften)
Projektleitung:
Prof. Dipl.-Ing. Dr. Werner GOBIET, Institut für Straßen- und Verkehrswesen der Technischen Universität Graz
Dauer:
2 Jahre (ab 2004)
Kurzfassung
Die Hauptziele des Projektes sind das Erarbeiten eines neuartigen Emissionsbegrenzungsmodells für den Verkehr und das Entwickeln eines Entgeltberechnungssystems auf Basis des Emissionsrechtehandels zur Sicherung der ökologischen Tragfähigkeit, insbesondere in ökologisch sensiblen Räumen (Alpine Landschaften). Für die Entwicklung eines technisch, ökonomisch, ökologisch und rechtlich abgesicherten Modellansatzes wurde die Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team von Verkehrswissenschaftern, Verkehrsökologen, Verkehrsökonomen und Juristen gewählt. Die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Emissionsrechtehandels als integraler Bestandteil des anlagenrechtlichen Lenkungsinstrumentariums, sowie darauf aufbauend die Verknüpfung des anlagenrechtlichen Ansatzes mit den Grundüberlegungen des Emissionsrechtehandels im Verkehr, sind die Meilensteine des Projektes. Das Projektteam ist bestrebt, für eine an ökologischen Erfordernissen orientierte Verkehrspolitik eine operationale Entscheidungshilfe mit einem fundamental neuen Ansatz in rechtlicher als auch ökologischer Weise zu entwickeln und in weiterer Folge nach Möglichkeit in einer Pilotstudie auf ihre Praktikabilität zu überprüfen.
Online Projektbericht
Kontakt:
Prof. Dipl.-Ing. Dr. Werner Gobiet
Institut für Straßen- und Verkehrswesen
Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12/II, 8010 Graz
werner.gobiet@tugraz.at