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Vom Homo faber zum Homo fabricatus.
Gesellschaftliche Folgen und ethische Herausforderungen der Biomedizin

ITA-Seminar: Ulrich H. Körtner, Universität Wien
Institut für Systematische Theologie

Die medizinethische Diskussion ist einer der Orte, an welchem unsere Gesellschaft ihr Verhältnis zum Sinn des Lebens und des Leidens wie auch zum Tod als einer gleichermaßen personalen wie sozialen Realität zu klären versucht. "Homo faber" lautet der Titel eines 1957 erschienenen Romans von Max Frisch. Der Titelheld ist ein Techniker, dessen rationale Weltsicht durch tragische Verwicklungen aus den Fugen gerät. Der Techniker gilt als Inbegriff der Moderne. Die Biotechnologie führt zu neuen tiefgreifenden Veränderungen unseres Welt- und Menschenbildes. Aus dem Homo faber wird der Homo fabricatus. Die dadurch aufgeworfenen Fragen berühren auch die Forschungsethik. Diese befasst sich nicht nur mit der Arbeit von Ethikkommissionen, sondern auch mit der beruflichen Einstellung von Forschenden, deren Persönlichkeitsbildung ein wichtiges Desiderat ihrer Ausbildung ist. Die Diskussion über das Leitbild medizinischer Forschung bleibt akademisch, solange für das Studium der Medizin oder der Lebenswissenschaften keine praktischen Konsequenzen gezogen werden.


http://www.univie.ac.at/etf/inst/sy/ind_sy.html


Termin:
12.03.2002
18:00

Ort:
Bibliothek des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ÖAW)
Strohgasse 45, 3. Stock
A-1030 Wien
Information:
Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW

Anmeldung erbeten unter:
Tel.: (+ 43 1) 7102510/6582, Fax: (+43 1) 7109883, E-Mail: torg@oeaw.ac.at


 
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
A-1010 Wien
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel.: (+43 1) 51581-0
webmaster@oeaw.ac.at

last update: 2002/08/22
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