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ITA-Seminar

Die quantitative Evaluation wissenschaftlicher Leistungen - wider den Impact-Faktor-Wahn

Vortrag von Gerhard Fröhlich, Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie, Johannes Kepler Universität Linz

Inhalt:
Die wirkmächtigste szientometrische Kennziffer ist der sogenannte "Impact Factor" des Institutes for Scientific Information, Philadelphia (in der Folge: ISI-IF). Fast alle reden von ihm; viele hätten gerne einen höheren; kaum einer weiss, wie er berechnet wird. Doch die Kritik wird immer massiver, denn in den letzten Jahren traf es auch Mächtige: Das zentrale Paper zur Entschlüsselung des Humangenoms wurde vom ISI nicht als "hot paper" eingestuft (=als ein Artikel, der Rekordwerte an Zitaten hervorruft). Recherchen des betroffenen britischen Journals "Nature" zeigten schwere Fehler und Verzerrungen in den ISI-Prozeduren. In der szientometriekritischen Literatur finden sich zahlreiche weitere schwerwiegende Einwände, die bislang kaum Aufmerksamkeit erregt haben. Anhand von Beispielen werden Mechanismen aufgezeigt, die zu erheblichen Verzerrungen bei der Berechnung des ISI-IF führen. Fazit: Der ISI-IF ist bloss ein "willkürlich definiertes" szientometrisches Mass von vielen und nicht die heilige Kuh, für die es von vielen gehalten wird.

Anmeldungen bitte an Dr. Helge Torgerson,torg@oeaw.ac.at



Termin:
15.06.2004
17:00

Ort:
Bibliothek des ÖAW-Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ITA)
Strohgasse 45, 3. Stock
A-1030 Wien
Institut für Technikfolgen-Abschätzung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Strohgasse 45/5, 1030 Wien
Tel:+43 1 710 2510 / 6587
tamail@oeaw.ac.at
http://www.oeaw.ac.at/ita


 
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
A-1010 Wien
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel.: (+43 1) 51581-0
webmaster@oeaw.ac.at

last update: 2004/09/14
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