Termin:
19.10.2011 18:00 - 20:00
Ort:
Johannessaal der ÖAW
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
Mag. Anna Mader-Kratky
Kommission für Kunstgeschichte
Zentrum Kulturforschungen
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Postgasse 7
1010 Wien
T +43 1 51581-3547
anna.mader@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/kunst/
Franz Matsche
Caesar et Imperium
Die Fassadendekoration und das Deckenbild im Festsaal der ehemaligen Reichskanzlei in der Wiener Hofburg (Veröffentlichungen der Kommission für Kunstgeschichte 10), Wien 2011.
Die Reichshofkanzlei ist eines jener Bauwerke, die Kaiser Karl VI. im Rahmen seines beabsichtigten Neubaus der Wiener Hofburg 1723–29 errichten ließ. Sie diente als Regierungszentrale des Kaisers als Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, seine Rolle für das Reich bestimmt daher auch das Darstellungsprogramm der Fassadendekoration. Eine ganz andere Reichsauffassung vertrat das Programm des Deckenbildes im Hauptsaal des Repräsentationsappartements in der Reichskanzlei, welches das auf Gegenseitigkeit abgestellte Verhältnis zwischen dem Kaiser und den Reichsständen: „Caesar et Imperium“ betont. Das Fresko wurde zwar nach dem Ende des Alten Reiches entfernt, kann aber aufgrund einer Nachzeichnung und des erhaltenen schriftlichen Konzepts rekonstruiert werden. Mit der Fassadendekoration und dem Deckenbild wurden am Wiener Kaiserhof mit bildnerischen Mitteln zwei antagonistische Reichsauffassungen propagiert. Ihre Untersuchung verbindet Kunstgeschichte und Politikgeschichte und zeigt an diesem wichtigen Denkmal barocker Auftragskunst, wie Architektur, Skulptur und Monumentalmalerei als politisches Medium eingesetzt wurden. Programm Begrüßung w.M. em.O.Univ.-Prof. Dr. Artur Rosenauer Obmann der Kommission für Kunstgeschichte Zum Autor spricht k.M. em.O.Univ.-Prof. Dr. Hellmut Lorenz Zum Buch spricht em.O.Univ.-Prof. Dr. Franz Matsche

