Termin:
12.05.2011 18:30
Ort:
Österreichische Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall
Dominikanerbastei 6/6
1010 Wien
Kontakt:
Bettina Hofleitner
Institut für Iranistik
Zentrum Asienwissenschaften und Sozialanthropologie
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Apostelgasse 23
1030 Wien
T +43 1 51581-7800
bettina.hofleitner@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/iran/
Anders in jeder Hinsicht: Wie qadscharische Gesandte die Khanate von Bukhara und Khiva sahen
Christine Nölle-Karimi
In der Mitte des 19. Jahrhunderts brachen zwei iranische Gesandte nach Zentralasien auf. 1844 reiste der qadscharische Regierungsbeamte Abbas Quli Khan nach Bukhara. 1851 wurde der Literat und Historiker Riza Quli Khan Hidayat nach Khiva entsandt. Obwohl die Missionen verschiedene Reiseziele verfolgten und sich entlang unterschiedlicher Routen bewegten, gleichen sich die Wahrnehmungen der beiden Autoren. Über die Abgrenzung gegen die vermeintlich rückständigen zentralasiatischen Nachbarn formulieren sie eine zukunftsgerichtete Vision ihres eigenen Landes und verorten Iran als eigenständige territoriale Einheit, die den Herausforderungen der Moderne gewachsen ist. Indem sie über die Thematisierung des Fremden eigene, „nationale“ Befindlichkeiten herausarbeiten, werfen diese Reiseberichte ein interessantes Schlaglicht auf das Aufbrechen des einstmals weitreichenden, relativ homogenen persisch geprägten Kulturraums.
Vortrag von Christine Nölle-Karimi im Rahmen der Vortragsreihe "Kulturwissenschaftliche Iranforschung" mit dem Schwerpunkt "Wie Iraner die Welt sahen: Persische Reisende im 19. und 20. Jahrhundert".
Veranstalter: Das Institut für Iranistik der ÖAW und die Österreichische Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall.
Eintritt: € 4,00 (ermäßigt: € 2,00)

