Termin:
20.06.2011 18:30
Ort:
Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19, 1. Stock
1010 Wien
Kontakt:
em.o.Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Gerhard Thür
Zentrum Archäologie und Altertumswissenschaften
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Postgasse 7–9
1010 Wien
gerhard.thuer@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/zaa/
Ursprung und Anwendung des Mehrheitsprinzips im alten Griechenland
Prof. Dr. Alberto Maffi, Mailand
Die Volksversammlung ist ein wesentliches Organ der griechischen Polis. In den homerischen Versammlungen herrscht das Prinzip der Einstimmigkeit. Im klassi-schen Athen entscheidet hingegen die Mehrheit; das gilt auch für das außerordentli-che Verfahren des Ostrakismos, in dem geheim abgestimmt wird. Wie hat sich das Prinzip der Mehrheit durchgesetzt? Ist die Minderheit gezwungen, die Entscheidung anzunehmen oder darf sich die Minderheit von der Entscheidung lossagen? Manch-mal wird allen Bürgern ein Eid auferlegt, wodurch sie gehalten werden, eine Mehr-heitsentscheidung anzuerkennen.

