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Termin:
02.12.2011<br/> - 04.12.2011


Ort:
Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19, 1. Stock
1010 Wien


Kontakt:
Mag.Dr. Stefan M. Schmidl, Mag.Dr. Elisabeth Fritz-Hilscher
Kommission für Musikforschung


Zentrum Kulturforschungen


Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Postgasse 7
1010 Wien

T +43 1 51581-3715
stefan.schmidl@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/kmf/


Symposium

Synthese Österreich

Die Bundesländer und die musikalische Identität der "Alpenrepublik"

1918/19, das Ende des ersten Weltkrieges, markiert eine dramatische Umdeutung des Österreich-Begriffs. Die nunmehrige Bundesstaatlichkeit der Republik Österreich entfachte zwar keine der Donaumonarchie vergleichbare Konflikte, nichtsdestotrotz erforderte sie Maßnahmen, um die erst noch zu synthetisierende Nation populär zu machen. Musik in ihrer ganzen Vielfalt – als Komposition, musikalische Praxis, im Journalismus und in der Wissenschaft – spielt in diesem Prozess bis heute eine wichtige Rolle.

Das Thema der Tagung umfasst sowohl Artefakte dieser österreichischen Synthesebildung (z. B. Julius Bittners Tänze aus Österreich oder Robert Schollums Sechs Intermezzi nach alpenländischen Volksweisen) als auch Kompositionen, die musikalisch die Eigenständigkeit der Bundesländer postulierten (etwa Karl J. B. Senns "Symphonische Dichtungen aus Tirol" oder Nikolaus Moritz Mostlers "Steirische Symphonie"). Aber auch alle anderen relevanten Phänomene der Synthetisierung und Sezession sollen untersucht werden – so etwa Vermarktungsstrategien im Tourismus, die Divergenz zwischen einer "österreichischen" Volksmusik und lokalen Strömungen, Phänomene der Unterhaltungsmusik (Austro-Pop, volkstümlicher Schlager etc.) und der Medien sowie Österreichs Identitätsbildung nach außen hin.