Termin:
24.06.2010
18:00
Das Schicksal der in Wien verbliebenen jüdischen Ärztinnen
und Ärzte
von 1938 bis 1945
Christine Kanzler
Gleich anderen Berufsgruppen wurde auch die jüdische Ärzteschaft unmittelbar nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 aus dem Berufsleben verdrängt.
Ärztinnen und Ärzte wurden aus ihren Positionen an der Universität entfernt, aus Spitälern und Krankenkasseneinrichtungen entlassen und aus ihren Ordinationen vertrieben. Eine Anzahl von ihnen war als so genannte "Krankenbehandler" ausschließlich zur Behandlung von Juden berechtigt. Im Vortrag wird die Situation der in Wien ansässigen Ärztinnen und Ärzte jüdischer Herkunft im Vorfeld von Flucht und Deportation beleuchtet
und am Beispiel ausgewählter Lebensläufe veranschaulicht.
Vortrag von Dr. Christine Kanzler, Einführung:
Dr. Daniela Angetter, Institut Österreichisches Biographisches Lexikon
Veranstalter: Institut Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation der ÖAW in Kooperation mit dem Institut für Österreichkunde
Kontakt:
Mag. Christoph Mentschl
Österreichisches Biographisches Lexikon
und biographische Dokumentation
Zentrum Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Kegelgasse 27/2, 1030 Wien
T +43 1 51581-2604

