Termin:
02.12.2009
18:00
Das spätarchaische Haus auf dem Monte Iato
Ein Beitrag zur interkulturellen Dynamik im westsizilischen Binnenland
um 500 v. Chr.
Erich Kistler (Ruhr-Universität Bochum)
"Einen Sonderfall", so der renommierte Bauforscher Dieter Mertens, "stellt einstweilen das spätarchaische Haus im nichtgriechischen Ort auf dem Monte Iato dar, dessen alle gleichzeitigen griechischen Beispiele übertreffende Grösse und Eigenart wohl auch auf die andersartigen gesellschaftlichen Verhältnisse zurückzuführen sein dürfte. Vollends ungewöhnlich muss es erscheinen, wenn der repräsentative Bereich, ein grosser Bankettsaal, sich im Obergeschoss befand" (D. Mertens, Städte und Bauten der Westgriechen [2006] 213). Diese aus dem Blickwinkel westgriechischer Baukunst diagnostizierte Eigenart und Ungewöhnlichkeit des spätarchaischen Hauses auf dem Monte Iato relativiert sich jedoch weitgehend, wenn man die traditionelle Perspektive - Griechen versus Einheimische - etwas öffnet und auch die Möglichkeit einer indirekten kulturellen Beeinflussung durch Dritte - etwa durch Etrusker und ihre Repräsentativ-Architektur - mit in Betracht zieht.
Einladung [PDF]
Kontakt:
Zentrum Archäologie und Altertumswissenschaften
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Susanne Vörösmarty
Institut für Kulturgeschichte der Antike
T +43 1 51581-3483

