Termin:
16.05.2008
18:30
Die Kuppel als Abbild des Kosmos in der iranischen Architektur
Barbara Finster
Die Dekoration der Kuppel als Abbild des Sternenhimmels und des Kosmos war in Iran ebenso bekannt wie in der Mittelmeerwelt. Es waren jedoch geometrische Formen und Farben, die die Gewölbe islamischer Sakralarchitekturen schmückten und zu neuen Erfindungen führten. Mit der Erfindung der Muqarnas, wabenähnlicher Nischenformen, die auch im Kuppelschmuck Verwendung fanden, wurde das geometrische Ornament in die Dreidimensionalität überführt und erfuhr eine Qualität, die in der europäischen Kunst undenkbar war.
Barbara Finster ist Gründungsprofessorin (1996-2003) des Faches Islamische Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Bamberg. Ihre Forschungsinteressen gelten der frühislamischen Kunst in Syrien, Irak und Iran und der Spätantike auf der Arabischen Halbinsel. Als langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Archäologischen Institutes führte sie im Irak (1971-75) und in Jemen (1975-94) Surveys und Grabungen durch, deren Ergebnisse in zahlreichen Artikeln vorliegen. Das Buch "Frühe Moscheen in Iran" (Berlin 1994) ist der frühislamischen Architektur und Baudekoration Irans gewidmet. Ihr jüngstes Projekt hat die umayyadische Stadtgründung Anjar im Libanon untersucht.
Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Aus der Welt der Islamischen Kunstgeschichte". Veranstalter: Das Institut für Iranistik der ÖAW und die Österreichische Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall.
Eintritt: € 4,00 (ermäßigt: € 2,00)
Weitere Informationen zur Vortragsreihe
Kontakt:
Bettina Hofleitner
Institut für Iranistik
Zentrum Asienwissenschaften und Sozialanthropologie
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Prinz-Eugen-Straße 8-10
1040 Wien
T +43 1 51581-7800

