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Termin:
27.03.2007
19:00





The Halfmoon Files

Vortrag mit historischem Ton- und Filmmaterial

Philip Scheffner und Britta Lange


Während des Ersten Weltkriegs trafen deutsche und österreichische Forscher mit Soldaten in Kriegsgefangenenlagern zusammen. Zwischen 1915 und 1918 untersuchten Kommissionen von Wissenschaftlern beider Länder vor allem internierte russische, indische und nordafrikanische Soldaten. Die "exotischen" Kriegsgefangenen wurden Objekt zahlreicher wissenschaftlicher Studien in Anthropologie, Ethnologie, Sprach-, Musik- und Rechtswissenschaft. Die Produkte dieser Untersuchungen schufen Sammlungen von Daten und Medien und wurden archiviert: so im Berliner Lautarchiv und im Wiener Phonogrammarchiv.


In dem Vortrag, der die historischen Erzählungen über die "Fremden" anhand von Ton- und Filmbeispielen aus dem Ersten Weltkrieg nachzeichnet, entsteht aus der Perspektive des "Heute" ein fragiles audiovisuelles Netz von Geschichten, die sich wiederum zu einer Erzählung zusammenfügen: einer Erzählung über die Verflechtungen zwischen Politik und Unterhaltungskultur, zwischen Krieg, Kolonialismus, Wissenschaft und Medien.


Britta Lange ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin mit dem Projekt: "Eine Geschichte des Typischen. Wissenschaft in Kriegsgefangenenlagern 1915-1918". Philipp Scheffner arbeitet als Filmemacher, Video- und Soundkünstler.


Veranstalter: galerie IGBILDENDEKUNST und das Phonogrammarchiv der ÖAW



Einladung [PDF]


Kontakt:

Dr. Gerda Lechleitner

Phonogrammarchiv

Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation

Österreichische Akademie der Wissenschaften

Liebiggasse 5

1010 Wien

T +43 1 4277/29603

F +43 1 4277/9296

gerda.lechleitner@oeaw.ac.at

www.pha.oeaw.ac.at