Termin:
28.11.2006
18:00 c.t.
Auf ver-wachs-enen Pfaden
Zur Rekonstruktion der alten Phonogramme
Franz Lechleitner / Wolfgang Müller / Dietrich Schüller /
Nadja Wallaszkovits
Die ältesten Bestände des Phonogrammarchivs lagen ursprünglich in zweifacher Ausführung vor: als vernickelte Kupfer-Matrizen (Negative) der originalen Wachsplatten sowie als "Archivplatten" (Positive) in Form von Wachsabgüssen bzw. galvanoplastisch erzeugten Metallplatten. Durch Kriegseinwirkung wurden die historischen Positive 1945 zerstört, die erhalten gebliebenen Matrizen ermöglichten jedoch Neuabgüsse, die 1962-1964 von Dietrich Schüller mittels Epoxidharz durchgeführt wurden. Mehr als 40 Jahre später wurde nun der Versuch unternommen, neue Wachsabgüsse (mit einer ausgetesteten Wachsmischung) herzustellen.
Zunächst werden die beiden Verfahren des Abgusses vorgestellt, dann die Unterschiede bei der Übertragung (re-recording) sowie bei der Bearbeitung/Verbesserung (signal enhancement) des Tones der jeweils geschaffenen Positive (Phonogramm-Platten) am Beispiel der Aufnahmen zur Wahlrechtsreform aus dem Jahr 1906 aufgezeigt.
Es sprechen und diskutieren: Dietrich Schüller, Direktor des Phonogrammarchivs, Wolfgang Müller, Diplom Konservator/Restaurator, Franz Lechleitner, "emeritierter", Cheftechniker und Konsulent sowie Nadja Wallaszkovits, Cheftechnikerin im Phonogrammarchiv.
Einladung [PDF]
Kontakt:
Dr. Gerda Lechleitner
ÖAW-Phonogrammarchiv
Liebiggasse 5
A - 1010 Wien
T +43 1 4277/29603
F +43 1 4277/9296

