Termin:
03.12.2004
16:00 - 18:00
Überlieferungsgeschichtliche Problem der
Einsiedler Kosterannalen aus Ottonischer Zeit
Conradin von Planta, München
Die Annales Heremi sind zwei nach 966 im Kloster einsiedeln entstandene Annalentexte, d.h. historiographische Werke, die in knapper Weise summarisch über einen längeren Zeitraum Mitteilungen machen. Sie sind in ihrer Entstehung von einander abhängig. Dieser Bezug soll näher untersucht werden, ebenso wie die Frage des Berichtshorizonts und die literarische Einordnung beider Texte. für das Verständnis der Genese eines Annalenwerks ist das Verhältnis zu den geschriebenen Vorlagen, das heißt der dem Text zugrunde liegenden schriftlichen Überlieferung, sowie zu lokaler oder mündlicher Tradition wesentlich. Daher werden die schriftlichen, im vorliegenden Fall nicht in Einsiedeln entstandenen Vorlagen, kurz vorgestellt, und nach Möglichkeit gegen die in den Annales Heremi faßbare mündlich und lokale Tradition abgegrenzt. In diesen Kontext gehören auch einige Bemerkungen über die Arbeitsweise der Einsiedler Annalisten, die durchaus individuelle Züge aufweisen kann.
Kontakt:
Univ.Doz.Dr. Walter Pohl
Institut für Mittelalterforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
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