Termin:
12.11.2002
17:00
Wie entsteht europäische Innovationspolitik?
Modelle der Mitbestimmung auf nationaler (und supranationaler) Ebene
ITA-Seminar: Peter Biegelbauer, Institut für Höhere Studien Wien
Im Rahmen der EU wird die zunehmende Verlagerung von politischer Gestaltungsmöglichkeit von der nationalen auf die supranationale Ebene als konstituierendes Merkmal europäischer Integration dargestellt. Dabei wird der Prozesses der Machtverschiebung von den jeweils durch Regelungen Betroffenen oft als vereinheitlichend erlebt, weil er alle EU-Mitglieds- und viele assoziierte Staaten betrifft.
Tatsächlich stellt sich bei näherer Betrachtung aber rasch heraus, dass auf nationalstaatlicher Ebene ebenso wie auf Seiten der europäischen Institutionen beachtlicher Freiraum zur Ausgestaltung politischer Prozesse existiert. Diese Freiräume werden von den jeweiligen Staaten und Institutionen in unterschiedlicher Weise genützt.
Zentrales Fallbeispiel soll hier die EU-Innovationspolitik sein: Im Rahmen der mehrjährigen am Institut für Höhere Studien durchgeführten RP5-POL-Studie wird der politische Entscheidungsfindungsprozess zur Entstehung des 5. EU-Forschungsrahmenprogrammes analysiert. Dabei werden einerseits die nationalen Meinungsfindungsprozesse zum 5. EU-Rahmenprogramm in Österreich, den Niederlanden und in Schweden und andererseits die Arbeitsweise der Europäischen Institutionen (vor allem der Kommission) in den beiden Rahmenprogrammteilen Sozioökonomie und Aeronautik miteinander verglichen.
Information:
ÖAW-Institut für Technikfolgen-Abschätzung
Anmeldung erbeten unter:
Tel.: (+ 43 1) 7102510/6582, Fax: (+43 1) 7109883, E-Mail: torg@oeaw.ac.at

