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Termin:
18.09.2001
17:00





Externe Kosten: Ein Instrument zur Bewertung von Technikfolgen

ITA-Seminar: Heidi Adensam, Österreichisches Ökologie-Institut für angewandte Umweltforschung

Externe Effekte sind Folgen, die auf das Verhalten von Menschen zurückzuführen sind. Diese Folgen betreffen jedoch nicht nur die Verursacher selbst, sondern auch (oder nur) andere Individuen, werden aber nicht im Zuge eines Verhandlungsverfahrens ausgehandelt oder abgegolten.

Externe Effekte spiegeln sich also nicht im Preis für eine Leistung oder ein Produkt wider und verursachen damit Fehlallokationen, da die Mechanismen der Ökonomie auf Kostentransparenz aufbauen. Eine ökonomische Strategie zum Umgang mit dem Problem der externen Effekte ist die Monetarisierung, das heißt die Berechnung externer Kosten und Nutzen.

Monetarisieren externer Effekte bedeutet, den Folgen finanzielle Auswirkungen zuordnen, z. B. die Schäden an Gebäuden durch Schwefeldioxydemissionen aus dem Verkehr zu quantifizieren und in Kosten auszudrücken. Durch die Berechnung externer Kosten und Nutzen werden externe Effekte transparent gemacht. Außerdem wird Vergleichbarkeit hergestellt: Das Benzinauto führt zu Schäden an Gebäudefassaden, das Biodieselauto zur Stickstoffbelastung des Bodens - welche dieser beiden Folgen ist schwerwiegender? Laut Ökonomie jene, die mehr (interne und externe) Kosten verursacht.

Der Frage, wie externe Effekte zu monetarisieren sind, welcher finanzielle Aufwand zum Beispiel einer kaputten Fassade im Vergleich zu einem überdüngten Boden beigemessen wird, begegnet die Ökonomie mit unterschiedlichsten Verfahren, die Vor- und Nachteile aufweisen und diskutierenswert sind.

Information:

ÖAW-Institut für Technikfolgen-Abschätzung

Anmeldung erbeten unter:

Tel.: (+ 43 1) 7102510/6582, Fax: (+43 1) 7109883, E-Mail: torg@oeaw.ac.at