Termin:
05.12.2001
18:15
Hören echoortende Fledermäuse auf Darwin?
Zur Evolution akustischer Abbildungssysteme
Gerhard Neuweiler, Universität München
Delphine und Fledermäuse leben in akustischen Welten. Die Bedingungen für deren neuronale Abbildung sind im Wasser anders als in der Luft; entsprechend unterscheiden sich die Abbildungssignale. Die weltweit über 600 Arten echoortender Fledermäuse besetzen unterschiedlichste Nahrungsnischen. Die Anpassung ihrer Echoortungssysteme an deren spezifische Anforderungen wird beispielhaft erläutert. Zudem wird gefragt, inwieweit solche Anpassungen das Ergebnis eines exogenen Adaptationsdruckes sind oder auf zufälligen, manchmal sogar pathologischen Veränderungen des Gehörs beruhen. Wie sich zeigt, beruht die Fähigkeit zur Echoortung in erster Linie auf neuronalen Netzwerkanpassungen.
Moderation: Friedrich G. Barth, Universität Wien, ÖAW
Information:
Dr. Marianne Baumgart, Öffentlichkeitsarbeit, ÖAW
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Solveig Cremer, Biozentrum, Institut für Zoologie, Universität Wien
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