Suche      Home      Kontakt      Sitemap      English
04.05.2012

Wo können wir 2025 noch Schifahren?

Klimarisiko im Wintertourismus für jede österreichische Gemeinde  errechnet: Neue Publikationen im Verlag der ÖAW



Der österreichische Tourismus hat wieder eine erfolgreiche Wintersaison hinter sich gebracht. Nach anfänglichem Zittern gab es genug und lange genug die "weiße Pracht". Welche Gemeinden dem Klimawandel ruhig entgegensehen können und wer Probleme bekommen könnte, haben jetzt erstmals Grazer und Wiener Klimaforscher ausgerechnet und in zwei Studien, die soeben im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erschienen sind, veröffentlicht.

Der vorliegende sechste Band der Schriftenreihe "Studien zum Klimawandel in Österreich" widmet sich der Verletzbarkeit des Tourismus hinsichtlich Wetter- und Klimaänderungen.

Der Tourismus bildet einen wesentlichen Bestandteil der österreichischen Wirtschaft, insbesondere der Wintertourismus gewinnt dabei nach wir vor an Bedeutung. Die Verletzbarkeit, die sich aus dieser ausgeprägten wirtschaftlichen Abhängigkeit mancher Regionen vom Tourismus ergibt, wird durch wetterbedingte und klimatische Einflüsse zunehmend verstärkt. Kurzfristige Wetterschwankungen und Klimaänderungen sowie deren Einfluss auf den Tourismus stehen daher im Fokus dieser grundlegenden Forschungsarbeit für alle Gemeinden Österreichs. Mit Hilfe der Analyse von Klimaänderungsszenarien sowie der wetter- und klimabedingten Vulnerabilität der regionalen Wirtschaft wird dieser Zusammenhang erstmals systematisch und flächendeckend thematisiert.

Die detaillierten Untersuchungsergebnisse für repräsentative Schigebiete in den unterschiedlichen Klimazonen und Höhenlagen Österreichs geben Auskunft darüber, welche Beschneiungstechnologien künftig wie viele Schifahrtage für den Tourismus garantieren können. Im Hinblick auf die weitere Konkretisierung geeigneter Anpassungsstrategien ermöglicht die profunde regionalwirtschaftliche Analyse neben den Überlegungen zu den technischen Maßnahmen auch Aussagen über die notwendige Verbreiterung der regionalen Einkommensquellen und die Steigerung der Flexibilität des sozioökonomischen Systems.

Zu den Herausgebern
Franz Prettenthaler ist Leiter der Forschungsgruppe Regionalpolitik, Risiko- und Ressourcenökonomik, bei Joanneum Research - POLICIES, Graz. Herbert Formayer ist Leiter der Gruppe Klima am Institut für Meteorologie an der Universität für Bodenkultur, Wien.

Christoph Töglhofer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Regionalpolitik, Risiko- und Ressourcenökonomik, bei Joanneum Research - POLICIES, Graz.

Der Verlag der ÖAW

Der Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist einer der führenden wissenschaftlichen Verlage in Österreich mit rund 100 Neuerscheinungen jährlich.


Bibliographie:

Franz Prettenthaler - Herbert Formayer (Hg.)
Tourismus im Klimawandel
Zur regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Klimawandels für die österreichischen Tourismusgemeinden
208 Seiten, 26,8x18cm, broschiert, zahlreiche Farbabb., Studien zum Klimawandel 6
ISBN 978-3-7001-7151-5, EUR 29,--

Das Buch im Verlag der ÖAW


Christoph Töglhofer
Measuring Weather Risk
The Case of Winter Tourism in Austria
194 Seiten, 26,8x18cm, broschiert, zahlr. Farbabb., Studien zum Klimawandel 8
ISBN 978-3-7001-7152-2, EUR 29,--

Das Buch im Verlag der ÖAW



Kontakt:
Mag. Herwig Stöger
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-3405
verlag@oeaw.ac.at
http://verlag.oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1331, 1332, 1333, 1334
F +43 1 51581-1340
public.relations@oeaw.ac.at