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23.01.2012

Gemeinschaft und Identität neu erforschen

Auftaktkonferenzen für zwei Großprojekte in Wien



Auf welcher Basis bilden sich Gemeinschaften und Identitäten? Die Wiener Gruppe für historische Identitätsforschung rund um Prof. Walter Pohl erschließt gemeinsam mit Sozialanthropologen, Archäologen und Genetikern im Zuge zweier Großprojekte dieses Forschungsneuland. Zum Auftakt finden in der österreichischen Bundeshauptstadt zwei hochkarätige Tagungen statt.

20 Experten aus Europa und den USA werden ab diesem Donnerstag zum dreitägigen Kongress "Comparative methods in the historical and social sciences" erwartet. Eröffnet wird diese Tagung unter anderem vom Präsidenten des österreichischen Forschungsfonds (FWF), Prof. Christoph Kratky, am Donnerstag Nachmittag im Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Mit diesem bis Samstag laufenden Kongress geht das internationale Großforschungsprojekt "Visions of Community" (VISCOM) erstmals an die Öffentlichkeit. Dieses vom FWF bis 2015 als Spezialforschungsbereich finanzierte Projekt erschließt ein neues Forschungsfeld. Auswirkungen christlicher, islamischer und buddhistischer Gemeinschaftsvorstellungen werden erstmals vergleichend untersucht. Die Forscher wollen damit auch einen Beitrag zur Entschärfung aktueller religiöser und ethnischer Konflikte leisten.

Wissenschaftliches Neuland zu erschließen und auf neue Formen der Zusammenarbeit zwischen einer breiten Palette an Fachdisziplinen zu setzen, ist auch Devise des zweiten Großforschungsvorhabens. Für das Projekt "Social Cohesion, Identity and Religion in Europe (400-1200)" - kurz "SCIRE" genannt - gewann der Historiker Walter Pohl den renommierten Forschungspreis des "European Research Council" (Europäischer Forschungsrat, ERC). Zum Auftakt findet in einer Woche in Wien ein zweitägiger, internationaler Workshop statt. An dieser Veranstaltung mit dem Titel "Genetic History" nehmen 20 führende Historiker, Genetiker, Anthropologen und Archäologen aus Europa und den USA teil. Dieser Workshop wird am Montag, den 30. Jänner vormittags, unter anderem von Prof. Helmut Denk, dem Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), eröffnet. Im Zentrum stehen die Einsatzmöglichkeiten modernster DNA-Analysen für die historische Forschung damit die Frage: Wie kann die Genforschung erklären helfen, wie sich Gemeinschaften bilden und Identitäten entwickeln? Das bis 2015 laufende Projekt "SCIRE" ist an der Universität Wien und an der ÖAW angesiedelt.


Weitere Informationen:
First VISCOM Conference "Comparative methods in the historical and social sciences"
International Workshop "Genetic History"


Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Walter Pohl
Institut für Österreichische Geschichtsforschung
Universität Wien
Institut für Mittelalterforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
T +43 1 4277-27260, +43 1 51581-7240
walter.pohl@univie.ac.at

Mag.a Gabriele Rampl
Wissenschaftskommunikation Prof. Walter Pohl
T +43 650 2763351
office@scinews.at
www.scinews.at


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Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
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