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09.09.2011

Klimawandel und Biodiversität im Paläozoikum

Konferenz zum Start des UNESCO-Projekts



Von 19. bis 24. September 2011 findet die Eröffnungskonferenz des neuen UNESCO-Projekts "Climate change and biodiversity patterns in the Mid-Paleozoic (Early Devonian to late Carboniferous)" in Graz statt. Die Tagung wird vom Institut für Erdwissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz in Kooperation mit der Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs (KPSOE) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) organisiert. Ziel dieser internationalen Konferenz ist es, eine Zusammenschau über den aktuellen Stand der Forschung zu Paläobiodiversität, Biostratigraphie und Paläoklima des Mittleren Erdaltertums (vor etwa 416-299 Millionen Jahren) zu geben. "Uns geht es darum, Muster der Biodiversität - abhängig von klimatischen Veränderungen - herauszuarbeiten", so das Organisationsteam Thomas Suttner, Erika Kido und Werner Piller von der ÖAW, sowie Peter Königshof.

Das Mittlere Erdaltertum

Während der Schließung des Rheischen Ozeans im Mittleren Erdaltertum haben sich Landmassen allmählich zu einem großen Kontinent mit einem Zentrum südlich des Äquators geformt. Die etwas mehr als 100 Millionen Jahre dauernde Periode ist durch dynamische Klimazyklen gekennzeichnet, die von auffälligen Veränderungen in der Biodiversität begleitet wurden. Gesteinsformationen, wie wir sie heute beispielsweise in den Karnischen Alpen finden, dokumentieren mit ihren Fossilien Land- und Meeresökosysteme aus jener Zeit.

Das Forschungsprogramm

Die UNESCO fördert im Rahmen des International Geoscience Programme (IGCP) geowissenschaftliche Forschung unter Beteiligung internationaler Expert(inn)en. Beim aktuellen Projekt (IGCP 596; Laufzeit: 5 Jahre) sind Expert(inn)en aus Deutschland, Österreich, Bulgarien, Russland, Vietnam, Thailand und den USA mit der Leitung betraut. Sie sind vor allem für die Koordination von internationalen Tagungen und Workshops verantwortlich, aus denen sich weitere Forschungsprojekte, wie zum Beispiel ein aktuelles FWF Projekt über den Klimawandel im Mitteldevon (P 23775-B17, Stichwort Kacak Krise) ergeben. Thomas Suttner, Mitarbeiter der der ÖAW-Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs (KPSOE) und Wissenschaftler am Institut für Erdwissenschaften der Universität Graz übernimmt in seiner Funktion als Co-Leiter von IGCP 596 die Aufgabe, die Ablagerungen des Mittleren Erdaltertums in Österreich der internationalen Kollegenschaft näher zu bringen.


Die Projektleiter(innen) und ihre Arbeitsschwerpunkte
Weitere Informationen zur Konferenz
Mehr über die Erforschung des Mittleren Erdaltertums in Österreich


Kontakt:
Dr. Thomas Suttner
Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs
Geowissenschaftliches Zentrum
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
c/o Institut für Erdwissenschaften
Bereich Geologie und Paläontologie
Karl-Franzens-Universität Graz
T +43 316 380-8735
thomas.suttner@uni-graz.at
palstrat.uni-graz.at


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