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26.09.2011

Feinstaubproblematik in Österreich

Symposium am 28. September 2011 in Graz



Die aktuelle Feinstaubproblematik und ihre Folgen sowie Maßnahmen zur Reduktion stehen im Mittelpunkt eines Symposiums am 28. September 2011 in Graz. Veranstalter sind die Kommission für Reinhaltung der Luft der ÖAW und das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der Technischen Universität Graz.

In vielen EU-Mitgliedstaaten können die Immissionsgrenzwerte für Feinstaub (PM10) nicht in allen Gebieten eingehalten werden - betroffen sind insbesondere die städtischen Ballungsräume. Auch in Österreich ist die Feinstaubbelastung mancherorts noch zu hoch. Die Fristverlängerung zur Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub (PM10) der Europäischen Union endete mit 11. Juni 2011. Es wird noch weiterer Anstrengungen und Maßnahmen bedürfen, um die PM10-Werte zu senken. Besonderes Augenmerk wird dabei künftig auf die besonders kleinen, lungengängigen Partikel gelegt. Helmut Hojesky vom Lebensministerium wird im Rahmen des Symposiums einen Überblick über Feinstaubproblematik in Österreich und ihre Folgen geben.

Feinstaub und Straßenverkehr

Dem Thema "Feinstaub und Stickoxide und deren Reduktionspotenziale im Straßenverkehr" widmen sich Stefan Hausberger und Peter Sturm, TU Graz. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen: Welche Verbesserungen hat es in den letzten Jahren auf Ebene der Fahrzeuge gegeben und wie wirken sich diese im realen Kfz-Betrieb aus, was bringt die kommende EURO 6 Abgasgesetzgebung und welche Maßnahmen können Kommunen setzen, um Verkehrsemissionen zu beeinflussen?

Auf den Zusammenhang zwischen Hausbrand und Feinstaub und die wesentlichsten "Quellengruppen" wird Hans Puxbaum vom Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien und Mitglied der ÖAW-Kommission für Reinhaltung der Luft eingehen und auch die verwendeten Messmethoden und deren Vor- und Nachteile beleuchten.

Feinstaub und Gesundheitsschäden

Den Gesundheitsschäden, die durch Feinstaub entstehen, geht Manfred Neuberger, MedUni Wien und Mitglied der ÖAW-Kommission für Reinhaltung der Luft nach. Auf Basis von Zeitreihenstudien, die in den drei größten Städten Österreichs die Zusammenhänge zwischen der täglichen Feinstaubbelastung und der Sterblichkeit nachgewiesen haben, wird er auf die signifikante Beziehungen beispielsweise zu kardiovaskulären Todesursachen, ischämischen Herzkrankheiten und Lungenkrankheiten eingehen.

Maßnahmen zur Reduktion

Der Maßnahmenplan zur Reduktion der Feinstaubbelastung in der Steiermark wird von Gerhard Semmelrock, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, der Aktionsplan der Stadt Graz zu Feinstaub wird von Landtagsabgeordneter Sabine Jungwirth präsentiert. Über die Umsetzung der Maßnahmen in der Steiermark spricht Landesrat Gerhard Kurzmann.


Weitere Informationen


Kontakt:
Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Peter-Johann Sturm
Technische Universität Graz
Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik
T +43 316 873-7584
sturm@vkmb.tugraz.at

Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Stefan Hausberger
Technische Universität Graz
Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik
T +43 316 873-7714
hausberger(at)ivt.tugraz.at

Gudrun Breschar
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Kommission für Reinhaltung der Luft
T +43 1 51581-2450
KRL@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/krl


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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F +43 1 51581-1340
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