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Giulio Superti-Furga Forscher des Jahres 2011

Hochkarätige Jury kürt den Molekular- und Systembiologen




Bei der von der Tageszeitung "Die Presse" initiierten Wahl wurde der Molekular- und Systembiologe Giulio Superti-Furga von der hochkarätig besetzten Fachjury zum "Österreicher des Jahres" in der Kategorie Forschung gekürt.

"Werdet Forscherinnen und Forscher, wir brauchen euch, das Land braucht euch und ich garantiere: Es macht riesigen Spaß!", appelliert der Wissenschaftliche Direktor des CeMM Forschungszentrums für Molekulare Medizin der ÖAW, Giulio Superti-Furga im Rahmen seiner Dankesrede anlässlich der Auszeichnung zum "Österreicher des Jahres" an die Jugend. Der Preis wurde von der Tageszeitung "Die Presse" ins Leben gerufen, um jährlich herausragende Leistungen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Nach Josef Penninger (2004), Rudolf Grimm (2005) und Karl Sigmund (2006) erhielt mit Giulio Superti-Furga nun ein weiteres wirkliches Mitglied der ÖAW die begehrte Trophäe. Die Verleihung erfolgte im Rahmen einer vom ORF übertragenen Galaveranstaltung am Nationalfeiertag. Unter den Gästen: Vizekanzler Spindelegger, Karlheinz Töchterle, Beatrix Karl, Reinhold Mitterlehner und Rudolf Hundstorfer. Auch einige Rektoren, sowie Wirtschaftkammer Präsidentin Brigitte Jank oder IHS Chef Bernhard Felderer waren vor Ort.

Der gebürtige Italiener Giulio Superti-Furga wurde von der ÖAW 2005 nach Wien berufen, um das Zentrum für Molekulare Medizin (CeMM) auf- und auszubauen. Forschungsschwerpunkte des Institutes, das in einem eigenen Forschungsgebäude am Campus des Wiener AKH und der Medizinischen Universität untergebracht ist, sind Krebs, Entzündungen und Immunstörungen. "Aus der Klinik, für die Klinik" ist erklärtes Ziel des CeMM, um die personifizierte und patientengerechtere Medizin des 21. Jahrhunderts mitzugestalten. Giulio Superti-Furga wurde für seine Forschungstätigkeit u.a. 2010 mit dem ERC Advanced Investigator Grant ausgezeichnet und erhielt als einziger in Österreich tätiger Forscher 2011 den ERC "Proof of Concept" Grant, der insgesamt nur an 30 Top WissenschaftlerInnen in ganz Europa vergeben wurde.

Giulio Superti-Furga studierte Molekulare Biologie an der Universität Zürich, bei Genentech Inc. in San Francisco und am Research Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. Nach seiner Promotion war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg und wurde dort im Jahre 1995 Teamleiter. Im Jahre 2000 war er Mitgründer und Wissenschaftlicher Direktor der Biotech-Firma Cellzome Inc. Seit 2005 ist er Wissenschaftlicher Direktor des CeMM. Er ist ein Fürsprecher systembiologischer Ansätze in der Medizin und der Arzneimittelforschung und hat sich zum Ziel gesetzt, Grundlagen- und klinische Forschung zu verknüpfen.


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