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BMWF und ÖAW: Starker Forschungsträger als gemeinsames Ziel

Wissenschaftsministerium und Akademie kommen zu gemeinsamen Gesprächen im Sinne der Leistungsvereinbarung zusammen



Heute Nachmittag beginnen die vereinbarten Gespräche zwischen dem Wissenschafts- und Forschungsministerium (BMWF) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) auf Basis der neuen Leistungsvereinbarung. "Ein starker Forschungsträger mit zukunftsfähigen Strukturen und entsprechenden Reformschritten ist unser gemeinsames Ziel", betonen Ministerium und Akademie in einer gemeinsamen Aussendung. Die Gespräche beginnen heute Nachmittag mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums sowie des Akademie-Präsidiums. In weiteren Gesprächen werden auch Personalvertreter/innen der Akademie einbezogen.

"Die ÖAW hat das Ziel, ihre Stellung als führender außeruniversitärer Forschungsträger in Österreich zu halten und im Rahmen von Schwerpunktsetzungen auszubauen", wie auch in der Präambel zur Leistungsvereinbarung festgehalten ist. Im Vordergrund der künftigen Entwicklung steht die Sicherung von Spitzenforschung auf international wettbewerbsfähigem Niveau. Basierend auf dem geltenden Finanzrahmengesetz und einem konkreten Reform- und Restrukturierungsplan, den die ÖAW bis Ende März vorzulegen hat, wird es darum gehen, gemeinsam - auch mit den Universitäten - die bestmöglichen Lösungen zu finden um dieses Vorhaben umzusetzen. Nach intensiven, mehrmonatigen Verhandlungen wurde Anfang November die Leistungs- und Rahmenvereinbarung zwischen dem BMWF und der ÖAW unterzeichnet. Damit legt die Akademie erstmals in ihrer Geschichte ihre geplanten Leistungen für drei Jahre explizit gegenüber dem Bund fest und erhält im Gegenzug dreijährige finanzielle Finanzierungs- und Planungssicherheit (2012-2014): Das in der Vereinbarung vorgesehene 3-jährige Globalbudget von rund 224 Millionen Euro ist eine Fortschreibung des Budgets von 2011. Durch Übertragungen von Forschungseinheiten an Universitäten werden der ÖAW in dieser Leistungsvereinbarungsperiode bis zu 27 Millionen Euro zusätzlich an Bundesmitteln zur Neuvergabe zur Verfügung stehen. Zur Umsetzung der notwendigen Restrukturierungs- und Reformmaßnahmen stellt das BMWF der ÖAW maximal 10 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus werden Mittel der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung zusätzlich für die Förderung von exzellenten wissenschaftlichem Nachwuchs an der ÖAW bereit stehen.

Die Leistungsvereinbarung beruht auf dem im April 2011 beschlossenen ÖAW-Entwicklungsplan. Die Schwerpunkte der Leistungsvereinbarung im Überblick:

  • Festlegung auf sechs schwerpunktmäßig von der ÖAW zu bearbeitende Forschungsgebiete (europäische Identitäten sowie Wahrung und Interpretation des kulturellen Erbes, demographischer Wandel, Migration und Integration von Menschen in heterogenen innovativen Gesellschaften, biomedizinische Grundlagenforschung, molekulare Pflanzenbiologie, angewandte Mathematik inklusive Modellierung und Bioinformatik, Quantenoptik und Quanteninformation)
  • Fokussierung und Redimensionierung von ÖAW-Forschungseinheiten mit dem Ziel der Weiterführung ausschließlich international konkurrenzfähiger Einheiten in kritischer Größe
  • Etablierung eines international konkurrenzfähigen Karrierepfads für Wissenschaftler(innen) an der ÖAW
  • Steigerung der Drittmitteleinwerbung der ÖAW-Forschungseinrichtungen
  • Optimierung der Governance-Strukturen und weitere Professionalisierung des ÖAW-Managements, insbesondere auch des Beteiligungsmanagements
  • Stärkung der Koordination und Kooperation zwischen ÖAW und Universitäten in der Forschung, bis hin zur Übertragung von ÖAW-Forschungseinheiten an Universitäten
  • Stärkung des Dialogs zwischen ÖAW und interessierter Öffentlichkeit



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