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Keine Energietechnologie ohne neue Materialien

Klaus Müllen am 15. März 2011 in der ÖAW



Am 15. März 2011 findet in der ÖAW der nächste Vortrag der Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011 statt. Klaus Müllen, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz, wird die enge Verknüpfung von Energie- und Materialsynthese beleuchten.

Die Knappheit an erschwinglicher Energie für die Weltbevölkerung wirft auch die Frage der verfügbaren Materialien auf. Bei der Solarenergiegewinnung denkt man zuerst an die Umwandlung von Licht in Elektrizität, die Umwandlung von Solarenergie in chemische Energie ist aber ebenso wichtig.

In seinem Vortrag "Keine Energietechnologie ohne neue Materialien" behandelt Klaus Müllen die enge Verknüpfung von Energie- und Materialsynthese anhand von Energieeinsparung (lichtemittierende Dioden), Energieerzeugung und -umwandlung (Solarzellen und Brennstoffzellen) sowie Energietransport und -speicherung (Lithiumbatterien und Katalyse). Dabei legt er besonderes Gewicht auf die chemischen Prozesse und die benötigten Materialien. Der Vortrag findet im Rahmen der Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am Dienstag, dem 15. März 2011, statt.

Klaus Müllen

Klaus Müllen ist einer der renommiertesten Chemiker Deutschlands. Er dissertierte an der Universität Basel und habilitierte sich an der ETH Zürich. Von 1979 bis zu seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Organische Chemie an die Universität Mainz im Jahr 1983 war er Professor am Institut für Organische Chemie der Universität zu Köln. Seit 1989 ist er geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Max-Planck-Forschungspreis, der Philip-Morris-Forschungspreis und der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft. Klaus Müllen ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und Vorstandsmitglied der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Carl Auer von Welsbach Lectures

Der Vortrag von Klaus Müllen ist der dritte Vortrag der Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011. Die ÖAW widmet diese Serie aus Anlass des "Jahres der Chemie 2011" dem berühmten Chemiker Carl Auer von Welsbach. Die Vortragsreihe informiert über aktuelle Forschungsthemen der Chemie. Die Vortragenden sind renommierte Vertreter(innen) ihres Fachs, die der Bedeutung der Chemie in ihren unterschiedlichen Anwendungsaspekten von Nano- oder Energietechnologie bis zu Industrie oder Umweltschutz nachgehen.

Die weiteren Vorträge der Reihe

Im Rahmen der Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011 finden noch drei weitere Vorträge statt: Am 29. März 2011 beleuchtet Günter Schmid von der Universität Essen-Duisburg die Chancen und Risiken der Nanotechnologie. Am 12. April 2011 widmet sich Nobelpreisträger Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, chemischen Reaktionen an der Oberfläche. Diese sind unter anderem für die so genannte heterogene Katalyse verantwortlich, die die Grundlage für die chemische Industrie, aber auch von Prozessen für den Umweltschutz (zum Beispiel Auto-Abgas-Katalysator) darstellt. Am 24. Mai 2011 stellt Wittko Francke, Universität Hamburg, im letzten Vortrag der Reihe "Chemische Kommunikation: Strukturprinzipien und ökologische Bedeutung" anhand ausgewählter Beispiele chemische Signalstoffe vor, die unterschiedliche Organismen nutzen.

Angebote für Schülerinnen und Schüler

Die Vortragsreihe wird von der ÖAW gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Wien veranstaltet. Im Zuge der vom Stadtschulrat für Wien organisierten "Junior Academy6#34; besuchen die Forscherinnen und Forscher am Tag nach ihren Vorträgen Wiener Schulen, um mit Schülerinnen und Schülern über ihre Forschung zu diskutieren. Die Schüler(innen) haben so die Möglichkeit, internationale Spitzenforscher(innen) und ihre Forschungsarbeit aus erster Hand kennen zu lernen. Klaus Müllen wird am 16. März 2011 das Gymnasium Sacre Coeur Wien besuchen.

Im Rahmen einer Kooperation der ÖAW mit der NÖ Bildungsgesellschaft m.b.H. für Fachhochschul- und Universitätswesen wird Schüler(inne)n aus Niederösterreich die Möglichkeit geboten an den Vorträgen in der ÖAW teilzunehmen.


Termin:
Klaus Müllen
Keine Energietechnologie ohne neue Materialien
Dienstag, 15. März 2011, 18:15 Uhr
Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen zum Vortrag
Das Gesamtprogramm der Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011
Folder [PDF]
Plakat [PDF]


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