Tag der offenen Tür am HEPHY
Dienstag, 30. März 2010, 8:30 bis 18:45 Uhr
Das Teilchen-Beschleunigungsexperiment am CERN geht in eine neue Runde. Am 30. März 2010 werden die Teilchen mit einer noch nie da gewesenen Energie aufeinander prallen. Aus diesem Anlass lädt das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der ÖAW ab 8:30 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Live-Übertragung vom CERN, Hintergrundinformationen, Institutsführungen und Gespräche mit Physikerinnen und Physikern stehen auf dem Programm.
Am größten Teilchenbeschleuniger der Welt, am Larage Hadron Collider (LHC) sollen am 30. März 2010 erstmals Teilchen mit einer bisher unerreichten Energie von 7 TeV (7 Billionen Elektronenvolt) aufeinander prallen. Diese Kollisionen sind der entscheidende Schritt zum Start der Experimente. Damit wird die Tür zu einem bisher unerforschten Bereich der Teilchenphysik aufgestoßen: Man erwartet nicht nur Antworten auf einige der größten und spannendsten Fragen der modernen Wissenschaft - wie die nach dem Ursprung der Masse oder der dunklen Materie - sondern auch neue, unerwartete Entdeckungen. Es ist geplant, dass der Beschleuniger für 18 Monate Kollisionen produzieren wird und sich dadurch als die führende experimentelle Anlage in diesem Bereich etabliert.
Dieses Ereignis wird nicht nur im CERN zu verfolgen sein, sondern auch in vielen beteiligten Forschungseinheiten auf der ganzen Welt. In Österreich lädt das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), 1050 Wien, Nikolsdorfer Gasse 18, ab 8:30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Eine Live-Übertragung vom CERN ermöglicht es den Besucher(inne)n unmittelbar den neuesten Entwicklungen zu folgen. Die ersten Kollisionen bei 7 TeV sind im idealen Fall am frühen Vormittag vorgesehen und werden in Folge im Rahmen einer Pressekonferenz des CERN präsentiert. Der komplexe Startvorgang ist natürlich eine große technische Herausforderung, die auch mehre Stunden oder sogar Tage dauern kann.
Ein Blick ins Kontrollzentrum des CMS-Experiments
Das HEPHY ist am großen Beschleuniger-Experiment (LHC) über das CMS-Experiment beteiligt. Am Tag der offenen Tür können die Besucher(innen) am "Wiener CMS Kontrollzentrum" direkt den Status des Beschleunigers und des Experimentes beobachten. Hier kann auch die offizielle Live-Übertragung aus dem CERN mit dem aktuellen Status mitverfolgt werden. In regelmäßigen Abständen werden die Mitarbeiter(innen) des HEPHY Kontakt zu Expert(inn)en vor Ort aufnehmen, um einen Blick hinter die Kulissen des CMS Experimentes zu werfen. Physiker(innen) und Technologieexpert(inn)en stehen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung und führen die Besucher(innen) durchs Institut.
Supersymmetrische Teilchen
Österreichische Theoretiker am HEPHY und an den Universitäten haben seit vielen Jahren wichtige Beiträge zum Verständnis der Natur supersymmetrischer Teilchen geliefert. Durch die Beteiligung am CMS-Experiment haben österreichische Physiker(innen) nun die Chance, auch experimentell an vorderster Stelle an der Suche nach diesen Teilchen mitzuwirken. Supersymmetrische Teilchen, so hofft man, würden entscheidende Hinweise auf die Natur der dunklen Materie im Universum liefern.
Weitere Informationen
Kontakt:
DI Dr. Dietrich Liko
Institut für Hochenergiephysik (HEPHY)
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
1050 Wien, Nikolsdorfer Gasse 18
T +43 1 5447328-27
liko@hephy.oeaw.ac.at
www.hephy.at
Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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F +43 1 51581-1227
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