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26.07.2010

Bevölkerung und Umwelt

Die European Population Conference widmet sich den Interaktionen zwischen demographischen Entwicklungen und Umweltaspekten



Vom 1. bis 4. September 2010 ist Wien der Schauplatz der alle zwei Jahre stattfindenden European Population Conference (EPC), der größten europäischen Konferenz zur bevölkerungswissenschaftlichen Forschung in Europa. Die diesjährige Konferenz wird von der European Association for Population Studies (EAPS) in Kooperation mit dem Vienna Institute of Demography (VID) der ÖAW organisiert. Als Spezialthema für die EPC 2010 wurde "Bevölkerung und Umwelt" gewählt. Das Logo reflektiert den thematischen Fokus, indem die derzeitige Alterspyramide der 27 EU-Staaten mit einem Baum kombiniert wird. Die Konferenz, zu der rund 800 Teilnehmer(innen) erwartet werden, wird im Hauptgebäude der Universität Wien stattfinden.

Die Interaktionen zwischen demographischen Entwicklungen bzw. Trends und dem Klimawandel sowie anderen Umweltaspekten, die gegenwärtig eine der größten Herausforderungen der Menschheit darstellen, bilden den Schwerpunkt der EPC 2010. Damit verbunden ist auch der globale Aspekt der Konferenzthemen. "Dank der Aktualität des Themas demographischer Wandel gewinnen die europäischen Bevölkerungskonferenzen von Mal zu Mal an Bedeutung und Größe. Diesmal wollen wir auch stärker über den europäischen Tellerrand hinaus auf die Weltbevölkerung blicken", sagt der Direktor des ÖAW-Instituts für Demographie, Wolfgang Lutz.

Europa: Hohe CO2-Bilanz trotz Bevölkerungsrückgang

Die Herausforderungen der Umwelt sind nicht nur regional, sondern auch global zu sehen. Obwohl die europäische Bevölkerung schrumpft, weist sie global gesehen eine unverhältnismäßig hohe CO2-Bilanz auf. Migration ist eine demographische Schlüsselkomponente, durch die Europa direkt mit dem Rest der Welt verbunden ist. "Zukünftige Entwicklungen im Hinblick auf Mortalität und Gesundheit sind unter anderem mit Umweltverschmutzung und Krankheiten sowie mit Ernährungssicherheit und extremen Wetterbedingungen verbunden", betont Wolfgang Lutz. Selbst die Fertilität hat aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur und die Lebensweise Konsequenzen für die Umwelt.

Ziel der Konferenz ist es, Impulse für die Ausweitung der demographischen Forschung im Hinblick auf die komplexen Interaktionen der Einzelaspekte zu setzen, um Wege aufzuzeigen, inwiefern politische Entscheidungen zukünftige Entwicklungen zum Wohl aller beeinflussen können.

Das Programm der EPC 2010 besteht aus parallel laufenden Sessions, die im Plenum sowie als Posterpräsentationen in den Räumlichkeiten der Universität Wien abgehalten werden. Zusätzlich wird es Side Meetings und Ausstellungsstände verschiedener Institute und Organisationen geben.

Die offizielle Pressekonferenz der EPC 2010 wird am 1. September 2010 stattfinden. Die Einladung sowie weitere Informationen erfolgen Mitte August. Medienvertreter(innen) sind sehr herzlich zur Teilnahme an der Konferenz eingeladen.


Weitere Informationen


Kontakt:
Mag. Heike Barakat
Institut für Demographie
Zentrum Sozialwissenschaften
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
T +43 1 51581-7740
heike.barakat@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/vid


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