Suche      Home      Kontakt      Sitemap      English

Von der feudal-agrarischen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft

Neunter Band des Reihenwerks "Die Habsburgermonarchie 1848-1918"  erschienen



Die vielen Facetten des sozialen Wandels in der Habsburgermonarchie 1848-1918 sind Thema des Bandes IX ("Soziale Strukturen") des Reihenwerks "Die Habsburgermonarchie 1848-1918". Am 16. Dezember 2010 wird der 1. Teilband mit dem Titel "Von der feudal-agrarischen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft" in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) präsentiert. Er ergänzt in narrativer Form den bereits erschienenen Kartenband (Band IX/2), der dazu die kartographisch-statistischen Grundlagen bietet.

Im ersten Teil "Die Wende zur Industrie- und Wissensgesellschaft" werden die strukturellen Änderungen der Gesellschaft in der Periode 1850-1914 behandelt. Die Räume, in denen sich dieser Epochenwandel vollzog, waren nicht die historischen Länder oder die Kulturgemeinschaften der Nationen und Konfessionen, sondern sozioökonomisch konstituierte Lebensräume, Arbeitswelten und Produktionszonen ("Lebens- und Arbeitswelten"). Im zweiten Teil wird der ambivalente Weg "Von der Stände- zur Klassengesellschaft" beschrieben. Noch im 19. Jahrhundert bildete "Zwischeneuropa" eine Zone des Überganges vom Stand zur Klasse. In dieser Umbruchsepoche von der Eliten- zur Massengesellschaft waren alle Stände und Klassen von der Frage des Anpassens und des Überlebens tangiert.

Die "soziale Frage" hatte in der Gesellschaft der Habsburgermonarchie viele Gesichter und provozierte viele Antworten. Die Ratlosigkeit und Resignation führten von der Diskussion um die Möglichkeiten von Ausgleichs- und Bewältigungsstrategien bis hin zur Bereitschaft, das scheinbar Unlösbare mit den Mitteln der Gewalt zu lösen ("Der soziale Wandel als gesellschaftspolitische Herausforderung").

Der Band ist von zentraler Bedeutung für die Debatte um die Modernisierung des gesamten mitteleuropäischen Raumes. Die dargestellten Schwierigkeiten eines gemeinsamen Gesellschafts- und Wirtschaftsraumes im Vielvölkerstaat der Habsburgermonarchie sind bis in die Gegenwart aktuell.


Weitere Informationen


Kontakt:
Heinrich Koppensteiner
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
T +43 1 51581-3406
heinrich.koppensteiner@oeaw.ac.at
verlag.oeaw.ac.at

Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at