BürgerInnen beraten Politik zum Klimawandel
Am 26. September 2009 beteiligen sich 100 ÖsterreicherInnen am
"Klimagipfel der WeltbürgerInnen"
Am 26. September 2009 diskutieren 100 BürgerInnen aus ganz Österreich im Rahmen des "ersten Klimagipfels der WeltbürgerInnen" in Wien über relevante Themen des Klimawandels. Als Teil der international bislang größten BürgerInnenkonferenz, dem Projekt "World Wide Views on Global Warming", formulieren die ÖsterreicherInnen einen Empfehlungskatalog, der den PolitikerInnen Einblick in deren Meinung zur Klimadebatte gibt und als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage bei der 15. UN-Klimakonferenz in Kopenhagen dienen soll. Die mit 45 Partnern in 38 Nationen gemeinsam durchgeführte Veranstaltung sowie deren Ergebnisse können online von der Öffentlichkeit mitverfolgt und nachgelesen werden.
Was haben eine Versicherungsmaklerin, ein Schlosser, ein Landwirt und eine Speditionskauffrau gemeinsam? Alle vier ÖsterreicherInnen nehmen am ersten "Klimagipfel der WeltbürgerInnen" teil. Unter dem Motto "Gemeinsam für ein Klima mit Zukunft!" treffen sich am Samstag, den 26. September 2009 von 9 bis 18 Uhr, 100 BürgerInnen aus ganz Österreich in Wien und diskutieren über relevante Themen der Klimadebatte. Die BürgerInnenkonferenz in Österreich ist eine von 45 Konferenzen in 38 Ländern weltweit, die am gleichen Tag im Zuge des internationalen Projekts "World Wide Views on Global Warming" (WWViews) veranstaltet wird. Ziel ist es, PolitikerInnen auf der ganzen Welt eine Vorstellung davon zu vermitteln, was normale BürgerInnen über den Klimawandel und die globale Erwärmung denken. Überdies werden die Ergebnisse dieses einzigartigen Projekts in einem Empfehlungskatalog zusammengefasst und sollen den Delegierten der 15. UN-Klimakonferenz in Kopenhagen Anfang Dezember 2009 als Ideen- und Diskussionsgrundlage dienen.
100 BürgerInnen repräsentieren die Meinung Österreichs
Für den "Klimagipfel der WeltbürgerInnen" in Österreich wurden in den letzten Wochen 100 BürgerInnen aus allen neun Bundesländern ermittelt. Die mit Unterstützung eines Sozialforschungsinstituts ausgewählten Menschen bilden in Alter, Geschlecht, sozialer Herkunft, Bildung und Beruf einen Querschnitt durch die österreichische Bevölkerung. "Die TeilnehmerInnen mussten über keine besondere Qualifikation zur Beantwortung klimarelevanter Fragen verfügen", erklärt Ulrike Bechtold, Leiterin von WWViews Österreich, das vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften organisiert und durchgeführt wird. "Die 100 BürgerInnen wurden von uns im Vorfeld mit einer leicht verständlichen Informationsbroschüre ausgestattet, um sich so mit den Problemen der Klimadebatte vertraut zu machen." Diese Broschüre ist das Ergebnis intensiver Recherche- und Formulierungsprozesse einer Arbeitsgruppe von WWViews, an der sich auch das ITA beteiligt hat. Das Infomaterial ist in allen Partnerländern gleich aufgebaut.
Ziel: Empfehlungs- und Maßnahmenkatalog für die Politik
Das internationale Partizipations-Projekt "World Wide Views on Global Warming" hat es sich zum Ziel gesetzt, die Meinungen normaler BürgerInnen an politische EntscheidungsträgerInnen weiterzugeben. Die Ergebnisse der weltweiten Konferenzen - ein Empfehlungskatalog, zusammengestellt aus den Resultaten aller Partnerländer - werden direkt an die dänische Klimaministerin Connie Hedegaard, Gastgeberin der 15. UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009, weitergeleitet. Als Initiatorin und Botschafterin von WWViews engagiert sich Hedegaard für die "politische Awareness" des ersten "Klimagipfels der WeltbürgerInnen" bei der UN-Klimakonferenz. "WWViews schafft die einzigartige Möglichkeit, BürgerInnen aus allen Ecken der Welt an dem Prozess bis hin zur Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember diesen Jahres zu beteiligen", fasst die dänische Klimaministerin zusammen. "Das Projekt stellt sicher, dass wir PolitikerInnen einen realistischen Eindruck davon erhalten, wie die WeltbürgerInnen denken, dass das Folgeabkommen des Kyoto-Protokolls aussehen sollte."
Live-Ereignis rund um die Uhr
Die Welt - also jede/r einzelne Interessierte - kann von Anfang an Teil dieses weltweiten Projekts sein: Alle Ergebnisse aus den 45 Partnerkonferenzen bzw. 38 Ländern, darunter Südkorea, Australien, China, Brasilien, USA, Südafrika, Ägypten und Uganda um nur einige zu nennen, werden sukzessive online unter www.results.wwviews.org/new veröffentlicht. Da sich die Konferenzen weltweit über alle Zeitzonen rund um den Globus erstrecken, sind die Resultate nach und nach - sobald sie aus den jeweiligen Ländern eintreffen - ersichtlich. Während dieses 36-stündigen Online-Ereignisses kommentieren drei internationale ExpertInnenenkomitees die eintreffenden Ergebnisse und halten Videokonferenzen ab, die dort ebenfalls frei zugänglich sind und live mitverfolgt werden können.
Zusammenfassung der Ergebnisse [PDF]
Mehr Informationen zu WWViews Österreich
Details zum globalen Projekt WWViews International
Videos, Fotos und Audiointerviews zur kostenlosen Nutzung
Für Presse-Rückfragen:
Eva-Maria Gruber
Presse- und Medienarbeit
T +43 699 104 32 400
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Für inhaltliche Rückfragen:
Dr. Ulrike Bechtold
Projektleiterin
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