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13.10.2009

Höchste ÖAW-Auszeichnungen an Bernd Mayer und Götz Pochat

Verleihung der Preise am 16. Oktober 2009



Die ÖAW zeichnet in diesem Jahr insgesamt neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre außergewöhnlichen Leistungen aus. Die Verleihung der Preise findet am 16. Oktober 2009 statt.

Erwin Schrödinger-Preis an Bernd Mayer

Der Pharmakologe Bernd Mayer erhält in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Biochemie und Pharmakologie von Stickoxiden sowie der NO-Biosynthese den Erwin Schrödinger-Preis 2009 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Bernd Mayer, Leiter des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Graz, beschäftigt sich mit der Biosynthese und physiologischen Funktion von Stickstoffmonoxid (NO), einem gasförmigen Signalmolekül, das in nahezu allen Zellen des Organismus gebildet wird und vielfältige physiologische Funktionen hat. Mit Erkenntnissen über NO erschließen sich neue Möglichkeiten bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen und den dadurch bedingten Organschäden. Von besonderer Bedeutung ist die NO-Bildung in Endothelzellen von Blutgefäßen, die durch Hormone und Neurotransmitter stimuliert wird und eine Erweiterung der Gefäße und damit eine Senkung des Blutdrucks bewirkt. Aus Endothelzellen freigesetztes NO verhindert aber auch die Ablagerung von Blutplättchen und dadurch die Bildung von Blutgerinnseln, die durch Verschluss von Blutgefäßen Durchblutungsstörungen von lebenswichtigen Organen zur Folge haben können, beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Wilhelm Hartel-Preis an Götz Pochat

Der ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Wilhelm Hartel-Preis geht an Götz Pochat für seine hervorragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Kunsttheorie und Ästhetik. Götz Pochat war von 1987 bis 2007 Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Graz.

In seinen Forschungen beschäftigt sich Götz Pochat in erster Linie mit der Geschichte der Ästhetik, der Kunsttheorie und der Verwendung des Symbolbegriffs in der Kunst. Im Jahr 1983 erschien sein erstes Buch "Der Symbolbegriff in der Ästhetik und Kunstwissenschaft". Sein internationaler Ruf beruht vor allem auf der umfassenden "Geschichte der Ästhetik und Kunsttheorie. Von der Antike bis zum 19. Jahrhundert". In diesem Werk und in zahlreichen Aufsätzen geht es für Götz Pochat um Struktur und Charakter der Kunstwerke, die historischen Umstände ihrer Entstehung, Auftragslage und Rezeption, sowie um Fragen kunsttheoretischer und kunstphilosophischer Natur.

Preise für Nachwuchsforscher(innen)

Sieben weitere Preise der ÖAW werden für außergewöhnliche Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern vergeben: Die Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften befassen sich in ihren Forschungsarbeiten mit der Schrift des Humanisten Eneas Silvius Piccolomini (Martin Wagendorfer), mit der Verwendung des Stereotyps der so genannten "Zigeunermusik" in der europäischen Kultur (Anna G. Piotrowska) und der Transiterfahrung der Menschen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die "Gastarbeiterroute" benutzten (Manfred Pfaffenthaler).

Aus dem Bereich der Natur- und Biowissenschaften werden vier junge Forscherinnen ausgezeichnet. In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit der Entwicklungsgeschichte der Ostalpen im Neogen am Beispiel des Lavanttaler Beckens (Doris Reischenbacher), mit der paläontologischen Erforschung der Hyaenodonta, einer Gattung der Urraubtiere (Katharina Anna Bastl), mit der Synthese chemisch modifizierter Ribonukleinsäuren (Kathrin Lang) und mit dem Zusammenhang zwischen Veränderungen im 24-Stunden Biorhythmus und der Entstehung von Krebserkrankungen (Eva Schernhammer).

Mit dem Werner Welzig-Preis, der an Frauen und Männer vergeben wird, die in besonderer Weise zum öffentlichen Ansehen oder zum inneren Zusammenhalt der ÖAW beigetragen haben, werden Gabriele Melischek und Josef Seethaler ausgezeichnet.

Preisverleihung am 16. Oktober 2009

Die Preisverleihung findet am 16. Oktober 2009 um 19:00 Uhr im Festsaal der ÖAW, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt.


Kontakt:
Dr. Barbara Haberl
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Verwaltungsstelle für Stipendien & Preise
T +43 1 51581-1310
barbara.haberl@oeaw.ac.at
stipendien.oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
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F +43 1 51581-1227
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