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Die Revolutionen von 1989

Internationale Konferenz an der ÖAW eröffnet



Die "Samtenen Revolutionen" 1989 in neuem Licht: Am Donnerstag, 1. Oktober 2009, wurde die Internationale Konferenz "Die Revolutionen von 1989" eröffnet. Die Konferenz führt hochkarätige Zeitzeugen und Wissenschafter in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zusammen. Zur Eröffnung übermittelte Michael Gorbatschow eine Grußbotschaft: "Ich begrüße wärmstens die Durchführung einer breiten wissenschaftlichen Behandlung der schicksalhaften Ereignisse des Endes der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Zentral- und Südosteuropa, in deren Folge die Völker dieser Länder die Möglichkeit gefunden haben, ihr Schicksal selbst zu entscheiden. Diese Wandel waren untrennbar verbunden mit der sowjetischen Perestroika und der Beendigung des Kalten Krieges in der internationalen Arena", so der ehemalige sowjetische Staatschef. Gorbatschow betont weiters die Bedeutung der Weiterführung des Dialogs in Ost-Mitteleuropa, zu dem diese Konferenz einen wichtigen Beitrag leisten könne.

Bis Samstag, 3. Oktober 2009, werden Experten aus Europa, Russland und den USA anhand bisher unveröffentlichter Archivdokumente neueste Forschungsergebnisse vorstellen. Die neuen Erkenntnisse stützen sich auf Akten der ehemals kommunistischen Archive in Osteuropa, des Gorbatschow-Archivs, der amerikanischen National Security Archives und westeuropäischer Archive. Analysiert werden die Hintergründe der Revolutionen ebenso wie die Abläufe und Folgen, der Fall des Eisernen Vorhangs, die Wiedervereinigung Deutschlands sowie die Osterweiterung von NATO und EU. Auch die Rolle Österreichs wird berücksichtigt.

Hochkarätige Zeitzeugenrunden im Festsaal der ÖAW

Höhepunkte der Konferenz sind zwei öffentliche Podiumsdiskussionen mit Zeitzeugen: Am 1. Oktober 2009 mit dem ersten nichtkommunistischen Ministerpräsidenten Polens nach der Revolution, Tadeusz Mazowiecki, dem ehemaligen Dissidenten und späteren tschechoslowakischen Außenminister Jiri Dienstbier, dem DDR-Friedensaktivisten und Minister Rainer Eppelmann und dem damaligen ungarischen Kulturminister Ferenc Glatz.

Am 2. Oktober 2009 diskutieren Horst Teltschik, Berater des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl, Wadim Medwedew, ehemaliges Politbüromitglied der KPdSU und Philip Zelikow vom damaligen US-Sicherheitsrat zum Thema "Deutsche Wiedervereinigung".

Die Zeitzeugenrunden finden jeweils um 19:30 Uhr im Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien, statt.

Die Konferenz wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, der Stadt Wien, den Wiener Vorlesungen und der Stiftung Aufarbeitung veranstaltet.


Veranstaltungsort:
Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien, 1. Stock

Der Eintritt zur Konferenz ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Weitere Informationen & Programm
"Thema des Monats" September 2009 zum Thema Zeitgeschichte


Kontakt:
Dr. Wolfgang Mueller
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Zentrum Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung
Historische Kommission
Strohgasse 45/2. Stock/4, 1030 Wien
T +43 1 51581-7311
wolfgang.mueller@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/histkomm


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at