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Neues Forschungszentrum CeMM erreicht Dachgleiche

Gleichenfeier am 24. März 2009




Am 24. März 2009 fand im Beisein von Bundesminister Johannes Hahn und ÖAW Präsident Peter Schuster die Gleichenfeier für das neue Gebäude des Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) statt. Das CeMM ist somit seiner Fertigstellung im Frühjahr des nächsten Jahres einen großen Schritt näher gekommen.

(v. l. n. r.): DI Wolfgang Gleissner (BIG), Prof. Dr. Giulio Superti-Furga (Wissenschaftlicher Direktor CeMM), BM Dr. Johannes Hahn, ÖAW-Präsident Prof. Dr. Peter Schuster, DI Gerhard Schinnerl (STRABAG).
Auf einem von der Stadt Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zur Verfügung gestellten Baugrund errichtet die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) dieses Forschungszentrum. Damit erhält das CeMM, als Forschungsinitiative der ÖAW, einen für seine Forschungsarbeiten idealen Standort mitten am Gelände des Allgemeinen Krankenhauses. Ermöglicht wurde dies durch die konstruktive Zusammenarbeit des BMWF mit der Stadt Wien und der ÖAW. Basierend auf den Plänen des Generalplaners Architekt Kopper wurde der Rohbau in kürzester Zeit von der Firma Strabag AG professionell und unfallfrei errichtet.

"Das CeMM leistet einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsvorsorge der Menschen und stärkt den Forschungsstandort Wien", so Wissenschaftsminister Johannes Hahn bei der Gleichenfeier des Forschungszentrums CeMM am Wiener AKH. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) investiert knapp 22 Millionen Euro in den Bau des Forschungsgebäudes. Inhaltlicher Schwerpunkt am CeMM ist die Forschung im Bereich Krebs und immunologische Erkrankungen. "Hier kann das CeMM bereits auf beachtliche Forschungserfolge verweisen. Mit dem neuen Forschungsgebäude schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen, so dass die Forscherinnen und Forscher auch künftig auf internationalem Spitzenniveau arbeiten können." Weiters sieht der Minister im CeMM "einen deutlichen Impuls zur Stärkung der Grundlagenforschung in Österreich."

Giulio Superti-Furga, wissenschaftlicher Direktor des CeMM betonte: "Ich möchte die Gleichenfeier nutzen, um den Bauarbeitern für ihre erfolgreiche Arbeit zu danken. Das Projekt liegt voll im Zeitplan, fast täglich sind die Fortschritte deutlich zu sehen. Der Dank gilt allen Partnern für die große Unterstützung - auch im Namen der ÖAW, auf deren Initiative hin das Projekt überhaupt erst seinen Anfang genommen hat." Mit Hinblick auf die Forschungstätigkeiten erklärte Superti-Furga weiter: "Wir haben am CeMM die Chance, in einer äußerst spannenden Zeit an der Weiterentwicklung der Medizin mit zu wirken. Seit der weitgehenden Entschlüsselung des menschlichen Genoms um die Jahrtausendwende ist in der Medizin ein neues Zeitalter angebrochen. Krankheiten und Therapien können in einer bisher nicht vorstellbaren Präzision erfasst werden und in Zukunft werden wir dadurch Patienten und Patientinnen mit neuen Mitteln helfen können. Umso wichtiger ist es, dass klinische Forschung und Grundlagenforschung immer näher zusammenrücken. CeMM ist ein einmaliges Beispiel dafür und ein Vorbild für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Medizinuniversitäten in ganz Österreich."

Das neue CeMM-Gebäude wird einen gemeinsamen Eingang mit dem direkt anschließenden, ebenfalls neuen, Laborgebäude der Medizinischen Universität Wien (MUW) haben. Charakteristisch für das CeMM ist seine "offene Architektur". Auf jeder Ebene sind Verbindungen zum Laborgebäude der MUW vorgesehen. Statt einer Ansammlung einzelner Laborräume hat Architekt Kopper die Raumaufteilung so gestaltet, dass ein freier Austausch von Gedanken und Ideen möglich ist. So wird CeMM den Ansprüchen an ein modernes Forschungsgebäude voll gerecht.

Das Gebäude besteht aus acht Ebenen sowie zwei Untergeschoßen und einem Dachgeschoß (Haustechnik) und stellt Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern bereit. Zwei Drittel davon sind Laborflächen. Das Forschungszentrum bietet, inklusive Administration und Assistenz, rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Platz. Die Laborräume sind Richtung Süden ausgerichtet, geräumig und besonders hell. Entlang der Fenster sind Computer-Arbeitsplätze vorgesehen. Die dazugehörigen Nebenräume sind innerhalb des Gebäudes platziert, jedoch in der Nähe der Labors um einen leichten Informationsaustausch zu ermöglichen. An der Nordseite des Forschungsgebäudes befinden sich die Büros der Forscherinnen und Forscher sowie der Administration. Außerdem sind dort kleine Seminarräume untergebracht. Im Dachgeschoß ist ein großer Seminarraum, eine Caféteria mit Terrasse dient als zusätzlicher Gedankeninkubator zwischen CeMM und MUW. Bis heute wurden von im Durchschnitt 25 Arbeitern, 335 Tonnen Bewehrung und 3400 Tonnen Beton verarbeitet. Nach den Rohbauarbeiten beginnt nun der Innenausbau.

CeMM - Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences

CeMM, das Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ist eine internationale, unabhängige und interdisziplinäre Forschungseinrichtung im Bereich der Molekularmedizin. "Von der Klinik in die Klinik": CeMM verfolgt eine anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet der Molekularmedizin durch die Zusammenführung und gegenseitige Beeinflussung von Grundlagen- und klinischer Forschung, wobei Krebs, Entzündungsprozesse und immunologische Krankheiten zu den wichtigsten Forschungsgebieten zählen. Zurzeit beschäftigt CeMM sechs international rekrutierte Principal Investigators und rund 65 weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Im Jahr 2010 wird CeMM in ein neues, maßgeschneidertes Gebäude im Herzen des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) einziehen, das ca. 100 Forschern und Forscherinnen Platz bieten wird.

Die BIG schafft Raum für die Zukunft

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 realisierte die BIG 500 Neubauten und Generalsanierungen mit einem Gesamtvolumen von etwa 2,5 Milliarden Euro im In- und Ausland. Aktuell in Ausführung befinden sich 26 Projekte mit einem Volumen von 498,2 Millionen Euro. Projekte im Wert von rund 1,51 Milliarden Euro sind in der Planungsphase. Als bedeutendste Immobiliengesellschaft Österreichs legt die BIG neben kommerziellen Interessen verstärkt auch auf baukünstlerische Qualität großen Wert. Ein vorzügliches Einverständnis mit Kunden, Planern und Planerinnen, sowie exzellent abgewickelte Wettbewerbe im Rahmen von Vergabeverfahren stellen dafür die Voraussetzung dar. Wirtschaftlichkeit und Architekturqualität gehen Hand in Hand. Das stellte die BIG immer wieder unter Beweis. Gute Architektur muss nicht teurer sein, als mittelmäßige, bietet den Nutzern jedoch genau jenen Mehrwert und Komfort, auf den es ankommt. Die BIG wurde für ihr architektonisches Engagement mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem sechs Bauherrenpreise zugesprochen.


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