Tammann-Gedenkmünze 2009 an Reinhard Pippan
Hohe Auszeichnung für ÖAW-Materialforscher
Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM) verleiht dem ÖAW-Materialforscher Reinhard Pippan die Tammann-Gedenkmünze 2009 für seine innovativen und grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema "Plastizität, Ermüdung und Bruch in metallischen Werkstoffen". Die Preisverleihung findet am 24. Juni 2009 im Rahmen des DGM-Tages 2009 in Saarbrücken statt.
Foto: ESI
Reinhard Pippan studierte Technische Physik an der Technischen Universität Graz. 1980 trat er eine Assistentenstelle bei Hein Peter Stüwe am Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und dem Institut für Metallphysik der Montanuniversität Leoben an und promovierte 1982 über "Das Temperaturfeld um die Rissfront eines Ermüdungsbruches". 1991 habilitierte sich Pippan an der Montanuniversität Leoben im Fachgebiet Festkörperphysik. Seit 1998 ist er Stellvertretender Direktor des Erich-Schmid-Instituts für Materialwissenschaft der ÖAW. Seit 2002 leitet Reinhard Pippan das Christian Doppler Labor "Lokale Analyse von Verformung und Bruch". 2004 wurde ihm vom österreichischen Bundespräsidenten der Titel Universitätsprofessor verliehen.
Verständnis der mechanischen Werkstoffeigenschaften
Der Schwerpunkt der Forschungstätigkeit der Arbeitsgruppe von Reinhard Pippan ist die Verbesserung des Verständnisses der mechanischen Eigenschaften. Ziel ist es, einerseits sowohl Festigkeit und Ermüdungseigenschaften auf Basis des atomaren und mikrostrukturellen Aufbaues zu verstehen. Andererseits sollen die Erkenntnisse aber auch zu einem besseren und vor allem sichereren Design von Bauteilen in allen Bereichen von der Mikrosystemtechnik bis hin zum Flugzeugbau führen.
Tammann-Gedenkmünze
Die Tammann-Gedenkmünze wird von der Deutsche Gesellschaft für Materialkunde an ihre Mitglieder seit 1973 jährlich vergeben. Sie ist dem Chemiker Gustav Tammann (1861 - 1938) gewidmet - einem der Pioniere auf dem Gebiet der Erforschung metallischer Legierungen.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Pippan
Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft
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