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10.06.2009

Auf der Suche nach der Chemie der Entstehung des Lebens

Albert Eschenmoser am 17. Juni 2009 in der ÖAW



Das naturwissenschaftliche Weltbild postuliert als Ausgangspunkt der biologischen Evolution eine natürliche Entstehung des Lebens auf der Erde (oder anderswo) vor mindestens drei Milliarden Jahren. In diesem Bild erscheint die Potenz, durch Selbstorganisation chemischer Reaktionssysteme das Phänomen Leben hervorgebracht zu haben, als die überragende Eigenschaft der chemischen Materie überhaupt. Doch ist die Frage nach der Entstehung des Lebens nach wie vor eine der großen unbeantworteten Fragen der Naturwissenschaft. Wiewohl eine konzeptuell und experimentell wissenschaftliche Annäherung an diese Frage interdisziplinär zu erfolgen hat, ist letztere in ihrem Kern eine Frage an die Chemie.

Am 17. Juni 2009 wirft der Vortrag "Auf der Suche nach der Chemie der Entstehung des Lebens" von Albert Eschenmoser einen Blick auf den Stand des Wissens, bzw. auf das Ausmaß des Unwissens über die Entstehung des Lebens aus der Sicht eines organischen Chemikers. Der Vortrag findet um 18:15 Uhr im Festsaal der ÖAW, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, im Rahmen der Carl Auer von Welsbach Lectures 2008/2009 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) statt. Der Eintritt ist frei.

Albert Eschenmoser (geb. 1925 in der Schweiz) erhielt seine Ausbildung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, wo er 1956 Privatdozent in Organischer Chemie, 1960 außerordentlicher und 1965 ordentlicher Professor für Allgemeine Organische Chemie wurde. Seit 1992 ist er Professor Emeritus an der ETH Zürich. In seiner Forschung in organischer und bioorganischer Chemie hat Eschenmoser Beiträge geleistet zur Theorie der Biosynthese von Terpenen, Strukturaufklärung von Naturstoffen, Stereochemie und Mechanismus organisch-chemischer und biologisch-chemischer Reaktionen, Entwicklung neuer Methoden für die organische Synthese, Totalsynthese von komplexen Naturstoffen sowie zur chemischen Ätiologie des Strukturtyps der Nukleinsäuren. Eschenmoser ist Mitglied zahlreicher Wissenschaftsakademien, Träger des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste (Berlin) und Inhaber des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst (Wien) sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten.

Am Tag nach dem Vortrag besucht Albert Eschenmoser im Zuge der "Junior Academy" das Gymnasium in 1080 Wien, Jodok-Fink-Platz 1 (Piaristengymnasium). Die vom Stadtschulrat für Wien organisierte "Junior Academy" ermöglicht Schülerinnen und Schülern mit international führenden Forscherinnen und Forschern in Kontakt zu treten und mit ihnen über ihre Forschungsarbeit zu diskutieren.

Im Herbst 2009 startet an der ÖAW eine neue Vortragsreihe. Bei den Eduard Suess Lectures 2009/2010 stehen die Geowissenschaften im Mittelpunkt: Thematisiert werden Fragen zur Entstehung des Lebens, zum Klimawandel, zu Rohstoffen sowie zu Naturkatastrophen.


Termin:
Albert Eschenmoser
Auf der Suche nach der Chemie der Entstehung des Lebens
Mittwoch, 17. Juni 2009, 18:15 Uhr
Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Der Eintritt ist frei.


Das Gesamtprogramm der Carl Auer von Welsbach Lectures 2008/2009
Folder [PDF]
Plakat [PDF]


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