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07.12.2009

Kardinal-Innitzer-Preis an Gerald Stourzh

Manfred Deistler erhielt Würdigungspreis Geisteswissenschaft



Der Wiener Historiker Gerald Stourzh wurde mit dem großen Kardinal-Innitzer-Preis 2009 ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für sein Lebenswerk.

Gerald Stourzh wurde am 15. Mai 1929 in Wien geboren. Schon früh ging er für seine Studien der Geschichte ins Ausland: zunächst nach Clermont-Ferrand (Frankreich), dann ins britische Birmingham und von 1951 bis 1958 nach Chicago. 1958 kehrte er nach Wien zurück, wo er die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik aufbaute. 1964 bis 1969 lehrte er in Berlin, 1967/68 in Princeton und von 1969 bis 1997 an der Universität Wien.

Der Doyen der österreichischen Zeitgeschichte hat u.a. das Standardwerk zum österreichischen Staatsvertrag und zahlreiche Arbeiten u.a. zur Geschichte des politischen Denkens, zur österreichischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch zur westeuropäischen und amerikanischen Geschichte und zur Geschichte der internationalen Beziehungen verfasst.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Stourzh mit Ehrendoktoraten der Universitäten von Chicago und Graz ausgezeichnet, er ist u.a. Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Wien. 1974 wurde er zum korrespondierenden, 1983 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt.

Würdigungspreis für Manfred Deistler

Der Würdigungspreis im Bereich Geisteswissenschaft ging an den Wiener TU-Professor für Ökonometrie, Operations Research und Systemtheorie Manfred Deistler, korrespondierendes Mitglied der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW im Inland.

Kardinal-Innitzer-Preis

Der Kardinal-Innitzer-Preis ist ein Wissenschaftspreis der Erzdiözese Wien und wird seit 1962 jährlich verliehen. Er ist nach Kardinal Theodor Innitzer benannt und wird in den Bereichen "Lebenswerk", "Geisteswissenschaft", "Naturwissenschaft" und "Publizistik" vergeben. Darüber hinaus erhalten junge Wissenschaftler(innen) Förderpreise.

Die Auszeichnung wurde am 5. Dezember 2009 von Kardinal Christoph Schönborn im Wiener Erzbischöflichen Palais überreicht.


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