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24.04.2009

Helmut Denk neuer Präsident der ÖAW

Sigrid Jalkotzy-Deger ist Vizepräsidentin, 
neuer Generalsekretär ist Arnold Suppan



Am 24. April 2009 wurde der Grazer Pathologe Helmut Denk zum neuen Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gewählt. Helmut Denk folgt dem Chemiker Peter Schuster nach, der 2000 bis 2003 Vizepräsident der ÖAW war und seit 1. Oktober 2006 das Präsidentenamt bekleidet. Zur Vizepräsidentin wurde die Altertumswissenschafterin Sigrid Jalkotzy-Deger gewählt. Erstmals gehört damit eine Frau dem Präsidium der ÖAW an. Sie folgt dem Wirtschaftshistoriker Herbert Matis nach, der das Amt des Vizepräsidenten seit 2003 innehat. Zum neuen Generalsekretär wurde der Osteuropahistoriker Arnold Suppan gewählt. Er folgt Herwig Friesinger nach, seit 2003 Generalsekretär der ÖAW.

Die Mitglieder des ÖAW-Präsidiums werden von den wirklichen Mitglieder (derzeit 166) der Akademie aus ihrem Kreis gewählt. Dem vierköpfigen Präsidium gehört weiters Georg Stingl, Professor für Dermatologie an der Universität Wien, als Sekretär der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse an. Die Mitglieder des Präsidiums werden für jeweils vier Jahre gewählt. Arnold Suppan wurde als Generalsekretär für die verbleibende Funktionsperiode von zwei Jahren bis 2011 gewählt. Die Amtsperiode der neuen Präsidiumsmitglieder beginnt am 1. Juli 2009.

Helmut Denk

Helmut Denk, geboren am 5. März 1940 in Scheibbs (NÖ), studierte Medizin an der Universität Wien und wurde 1964 "sub auspiciis" promoviert. 1964 bis 1967 war er Universitätsassistent am Institut für Allgemeine und Experimentelle Pathologie der Universität Wien, 1967 bis 1969 Universitätsassistent an der 1. Med. Universitätsklinik Wien. Es folgte ein Forschungsaufenthalt am Pathologischen Institut der Mount Sinai School of Medicine, New York, und 1974/75 eine Gastprofessur am Pharmakologischen Institut der Yale University. Seit 1973 ist Denk Facharzt für Pathologie, Zytodiagnostik und Humangenetik, im selben Jahr erfolgte die Habilitation für Allgemeine und Experimentelle Pathologie, 1976 die Habilitation für Pathologische Anatomie. Von 1. Jänner 1983 bis zu seiner Emeritierung 2008 war Helmut Denk o. Universitätsprofessor für Pathologische Anatomie und Vorstand des Instituts für Pathologie der Medizinischen Universität Graz. Von 1991 bis 1997 war er Vizepräsident des Wissenschaftsfonds FWF.

1989 wurde Denk zum korrespondierenden, 1991 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt. Seit 1996 ist er Fellow des Royal College of Pathologists in London und seit 1998 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Der Pathologe wurde unter anderem mit dem Sandoz Preis für Medizin (1974) und dem Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis (1994) ausgezeichnet. Seit 1999 ist er Träger des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst, seit 2003 Vorsitzender der Kurie für Wissenschaft des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst. Mit drei Kollegen gründete Denk 2001 das Grazer Biotech-Unternehmen Oridis Biomed als ein Spin-off der Medizin-Uni Graz.

Sigrid Jalkotzy-Deger

Die gebürtige Linzerin (3. Februar 1940) studierte Alte Geschichte und Klassische Philologie, sowie Geschichte und Klassische Archäologie an der Universität Wien und absolvierte auch ein Studium an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Nach der Promotion (1968) folgte ein Postgraduales Studium an der Cambridge University. Von 1975 bis 1986 Mitarbeit an den Ausgrabungen des Österreichischen Archäologischen Instituts in Aigeira/Peloponnes, seit 1976 Mitglied der Mykenischen Kommission der ÖAW, 1978 bis 1986 Universitätsassistentin am Institut für Alte Geschichte und Klassische Archäologie der Universität Wien. 1979 Habilitation an der Universität Wien für "Alte Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Mykenologie und der Geschichte der frühen Kulturen des östlichen Mittelmeerraumes". Von 1. November 1986 bis zur Emeritierung 2008 war Sigrid Jalkotzy-Deger o. Professorin am Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde der Universität Salzburg, 1995 bis 1999 Prodekanin der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg.

1987 wurde sie zum korrespondierenden, 1995 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt. Seit 1988 ist sie Obfrau der Mykenischen Kommission der ÖAW und leitet das österreichische Team der österreichisch-griechischen Ausgrabungen in Elateia/Phokis. Sie wirkte als Gastprofessorin an den Universitäten von Saarbrücken, Heidelberg, Köln, Rostock, ist korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften von Athen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. 2003 wurde Sigrid Jalkotzy-Deger mit dem Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis für Geisteswissenschaften ausgezeichnet.

Arnold Suppan

Arnold Suppan, geboren am 18. August 1945 in St. Veit an der Glan in Kärnten; studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Wien; 1970 Promotion zum Dr.phil. und Lehramtsprüfung aus Geschichte. Ab 1971 war er Universitätsassistent am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. 1984 habilitierte er sich für das Fach Osteuropäische Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschichte Ostmitteleuropas. Seit 1994 war Arnold Suppan ao. Universitätsprofessor, seit 2000 o. Universitätsprofessor am Institut für Osteuropäische Geschichte, von 2002 bis 2008 fungierte er als Institutsvorstand. Weiters hatte er Gastprofessuren in Leiden, Fribourg und Stanford inne.

1988 bis 2002 leitete er das Österreichische Ost- und Südosteuropa-Institut in Wien. 1998 wurde er zum korrespondierenden, 2002 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt. Seit 2003 ist er Obmann der Historischen Kommission der ÖAW.


Bilder der neu gewählten Präsidiumsmitglieder:
Helmut Denk
Bildnachweis: Institut für Pathologie, Meduni Graz

Sigrid Jalkotzy-Deger
Bildnachweis: Marion Frauenglas, Mykenische Kommission der ÖAW

Arnold Suppan
Bildnachweis: Institut für Osteuropäische Geschichte, Uni Wien


Rückfragen:
Dr. Marianne Baumgart
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