110 Jahre Phonogrammarchiv der ÖAW
Internationales Symposium am 27. April 2009
Das 110-jährige Bestehen des Phonogrammarchivs der ÖAW ist Anlass für ein internationales Symposium. Es sollen Methoden und Ziele der Feldforschung, technische Herausforderungen bei Aufnahme und Archivierung und die Rolle von Schallarchiven für Sprach- und Musikwissenschaft diskutiert werden.
Am 27. April 2009 feiert das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sein 110-jähriges Bestehen im Rahmen eines internationalen Symposiums. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Israel, Italien, den Niederlanden, aus Polen, den USA und Österreich reflektieren über Arbeitsfelder, Kooperationen und Perspektiven von audiovisuellen Archiven. Eine begleitende Poster-Ausstellung gibt Einblicke in den aktuellen Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Phonogrammarchivs.
In der allgemeinen Akademiesitzung vom 27. April 1899 stellten Mitglieder beider Klassen der damaligen kaiserlichen Akademie der Wissenschaften den Antrag zur Gründung "einer Art phonographischen Archives". In den folgenden beiden Jahren wurde an dem neu gegründeten Institut ein Tonaufnahmegerät, der so genannte Archiv-Phonograph, entwickelt, das ab 1901 im Rahmen von Feldforschungen unterschiedlicher Fachrichtungen weltweit eingesetzt wurde.
Ab etwa 1950 begann die Magnetband-Ära, und ein rasantes Anwachsen der Bestände ging mit dieser technischen Umstellung einher. Ende der 1980er Jahre wurden erstmals digitale Aufnahmetechniken eingesetzt und ab 2001 werden auch videographische Dokumente in die Sammlungs- und Forschungstätigkeit des Phonogrammarchivs mit einbezogen.
Die Leistungen des Phonogrammarchivs fanden seit seiner Gründung internationale Anerkennung: seine historischen Bestände (1899-1950) wurden 1999 in das UNESCO-Weltregister "Memory of the World" aufgenommen und damit als Dokumente kulturellen Erbes von Weltrang ausgezeichnet; zuletzt erhielt das Institut den UNESCO Jikji-Preis, die höchste internationale Auszeichnung für signifikante Beiträge zur Bewahrung des Dokumentenerbes.
Die aktuellen Tätigkeitsfelder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Phonogrammarchivs können mit den Stichworten "Sammeln - Bewahren - Beforschen - Verbreiten" beschrieben werden.
Weitere Informationen zum Symposium
Kontakt:
Mag. Li Huang
Sekretariat
Phonogrammarchiv
Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation
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