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Erwin Schrödinger-Preis an Georg Wick

Ehrenmedaille "Bene merito" an Clemens Jabloner



Der Mediziner Georg Wick wird in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Autoimmunitätsforschung mit dem Erwin Schrödinger-Preis 2008 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ausgezeichnet. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Forschungen zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen

Aufgabe des Immunsystems ist die Erhaltung der Integrität und der Identität des Organismus. Voraussetzung zur Erfüllung dieser Aufgabe ist unter anderem die Fähigkeit zur immunologischen Selbsterkennung. Wenn diese Fähigkeit mangelhaft ausgeprägt ist oder mit zunehmendem Alter verloren geht, werden paradoxerweise auch Zellen und Gewebe des eigenen Körpers angegriffen und es kommt zum Auftreten von Autoimmunerkrankungen. In seinen Forschungen beschäftigt sich Georg Wick mit der Frage, wie diese Erkrankungen entstehen. So konnte er etwa erstmals die so genannten regulatorischen T-Zellen nachweisen - eine Gruppe von Immunzellen in der Thymusdrüse, die unter normalen Umständen selbstreaktive Immunzellen in Schach halten und bei Autoimmunerkrankungen in ihrer Funktion gestört sind. Georg Wick baute das 1991 von der ÖAW gegründete Institut für Biomedizinische Alternsforschung in Innsbruck auf und leitete es bis 2003 als Direktor. 2003 bis 2005 war er Präsident des Wissenschaftsfonds FWF. Derzeit ist er Leiter des Labors für Autoimmunität am Biozentrum der Medizinischen Universität Innsbruck.

Wilhelm Hartel-Preis an Alfred Doppler und Helmut Engelbrecht

Der ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Wilhelm Hartel-Preis geht zu gleichen Teilen an Alfred Doppler und Helmut Engelbrecht für ihre hervorragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Neueren deutschen Literatur bzw. zur Geschichte des österreichischen Bildungswesens.

Alfred Doppler befasst sich in seinen Forschungen vor allem mit der österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere mit Georg Trakl. Sein internationaler Ruf beruht vor allem auf der historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Adalbert Stifter, die er seit 1978 gemeinsam mit Wolfgang Frühwald und seit 2000 mit Hartmut Laufhütte herausgibt.

In über 150 Veröffentlichungen beschäftigt sich Helmut Engelbrecht bis heute mit der Historiographie der Erziehung. Internationales Ansehen genießt Engelbrecht vor allem aufgrund der fünfbändigen "Geschichte des österreichischen Bildungswesens. Von den Anfängen bis zur Gegenwart" (erschienen 1982-1988). Dieses Werk wird als wesentlicher Beitrag zur österreichischen Sozial- und Kulturgeschichte eingeschätzt, das auch international für Bildungshistoriker als unentbehrliche Darstellung der Entwicklung des österreichischen Bildungswesens gilt.

Ehrenmedaille "Bene merito" an Clemens Jabloner

Mit der höchsten Auszeichnung, die die ÖAW für besondere Verdienste vergibt, der Medaille "Bene merito", wird Clemens Jabloner, geehrt. Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofs war von 1998 bis 2003 Vorsitzender der "Österreichischen Historikerkommission"; im Jahr 2008 übernahm er den Vorsitz des beim Bundesministerium für Unterricht und Kunst eingerichteten Kunstrückgabebeirats.

In seiner Funktion als Präsident des Verwaltungsgerichtshofs war Clemens Jabloner bis Juni 2008 Mitglied des Senats der ÖAW, der im Dezember 2005 konstituiert wurde. Zu den Aufgaben des Senats zählt es, das öffentliche Wirken der Akademie zu fördern, Empfehlungen zur Stellung der Akademie in der nationalen und internationalen Forschung abzugeben sowie wissenschaftliche Fragen von öffentlichem Interesse an die Akademie heranzutragen, die für die Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrages wesentlich sind.

Preisverleihung am 17. Oktober 2008

Die Preisverleihung findet am 17. Oktober 2008 um 19:00 Uhr im Festsaal der ÖAW, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt. Neben dem Wilhelm Hartel-Preis, dem Schrödinger-Preis und der Ehrenmedaille "Bene merito" vergibt die ÖAW sechs Nachwuchspreise sowie den Werner Welzig-Preis. Mit dem heuer erstmals verliehenen Karl Schlögl-Preis erinnert die ÖAW an den ehemaligen Generalsekretär und Vizepräsidenten der Akademie.


Preisträger(innen) 2008


Kontakt:
Dr. Barbara Haberl
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Verwaltungsstelle für Stipendien und Preise
T +43 1 51581-1310
barbara.haberl@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/stipref


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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