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Schimpfwörterbuch zu Karl Kraus' FACKEL

Der Verlag der ÖAW präsentiert



Der Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften präsentiert das dreibändige "Schimpfwörterbuch zu der von Karl Kraus 1899 bis 1936 herausgegebenen Zeitschrift DIE FACKEL".

Nach dem Welterfolg des "Wörterbuches der Redensarten" legt Herausgeber Werner Welzig nun den zweiten Teil seines Textwörterbuches zur FACKEL vor: Drei Bücher - ein Thema: der Schimpfwortgebrauch in der FACKEL, dargestellt in alphabetischer (ALPHA) und in chronologischer (CHRONO) Folge sowie kommentiert und expliziert (EXPLICA). Dieses Schimpfwörterbuch weiß sich einem Autor verpflichtet, der als Genie des Schmähens wie des Lobens in der deutschen Sprache und Literatur einzigartig ist.

In den sechs Millionen Textwörtern der digitalen "AAC-Fackel" wurden in mehreren Lektüren für dieses Schimpfwörterbuch rund 200.000 abwertend gebrauchte Ausdrücke annotiert. Aus diesen Einheiten wurden nach diversen inhaltlichen und sprachlichen Gesichtspunkten 2.775 für das Schimpfwörterbuch ausgewählt und in drei Bänden lexikographisch unterschiedlich strukturiert und kommentiert.

ALPHA: Der Band enthält 2.775 alphabetisch sortierte Schimpfausdrücke, von "Aasgeier des Interessanten" bis zu "Zwischenstufen", die ihrerseits durch mehrere Register und Indices erschlossen werden. Im Rückläufigen Wortformen-Index finden sich beispielsweise die von Karl Kraus gebildeten Komposita Friedmausi, Duckmausi, Doppelmausi, Barrikadenmausi, Kirchenmausi, Riesenmausi, Obermausi, Korruptions-Mausi und Staatsmausi. Das Schimpfwort Mausi hat Karl Kraus bei Mechtilde Lichnowsky entlehnt, einer "Frau, die mehr Geist hat als sämtliche deutschen Schriftsteller zusammen", wie es in der FACKEL heißt (F 608,71).

CHRONO: In diesem 555 Seiten zählenden Band des Schimpfwörterbuches werden 555 Einheiten, ein Fünftel jener Ausdrücke, die auch in ALPHA verzeichnet sind, im jeweiligen Kontext einer vollständigen Seite aus der FACKEL in chronologischer Folge gezeigt. Mit dem wertenden Gebrauch von Ausdrücken und den sich verändernden Schimpfsphären wird das zeitgeschichtliche Spektrum von 1899 bis 1936 im FACKEL-Schimpfwörterbuch aufgerollt: vom Fin de Siècle über den Ersten Weltkrieg, Erste Republik, Austrofaschistischer Ständestaat bis hin zum Nationalsozialismus (Bluboständigen | Zucht von Fortinbrassen).

EXPLICA: Der Band Explikatives legt die textlexikographischen Prinzipien dieses dreibändigen Wörterbuches dar und erklärt am Beispiel des letzten Aufsatzes der FACKEL, "Wichtiges von Wichten", die Arbeitsschritte vom Text zum Wörterbuch. An ausgewählten Beispielen wie etwa den Wichten, Trotzbuben und Talenten werden die Probleme der Kommentierung des FACKEL-Textes vorgeführt.


Schimpfwörterbuch zu der von Karl Kraus 1899 bis 1936 herausgegebenen
Zeitschrift DIE FACKEL. Alphabetisches / Chronologisches / Explikatives

Herausgeber: Werner Welzig
Redaktion: Hanno Biber, Evelyn Breiteneder, Gerald Krieghofer, Karlheinz Mörth
Graphic Design: Anne Burdick (The Offices of Anne Burdick, Los Angeles)
Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2008
3 Bände / 3 Farben / 1016 Seiten / Schuber
ISBN 978-3-7001-3796-2 / EUR 75,00
Bild Cover 72 dpi
Bild Cover 300 dpi
Weitere Informationen


Buchpräsentation - Termine:
Sonntag, 23. November 2008, 11.15 Uhr ("Buch Wien 2008", Messe Wien, Halle B, Atrium)
Donnerstag, 4. Dezember 2008, 18.00 Uhr (Jesuiten-Theatersaal, 1010 Wien, Wollzeile 27a)


Buchbestellungen über den Verlag der ÖAW oder über den Buchhandel.


Kontakt:
Kommission zur Herausgabe eines Textwörterbuches der Fackel (FACKELLEX)
1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19/8
Dr. Evelyn Breiteneder
T +43 1 51581-2337
evelyn.breiteneder@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/fackellex


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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