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13.11.2008

Forscher(innen) unterwegs

Interkulturelle Dimensionen der Wissenschaften - Projektstart



Die Kommission für Entwicklungsfragen bei der ÖAW startet ein neues Projekt als Follow-up zum Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008.

Obwohl die Welt offenbar ein globales Dorf geworden ist, sind intensive Kommunikation und der Austausch zwischen Menschen und Kulturen nicht selbstverständlich. Im Spannungsfeld der globalen Finanzkrise, des Klimawandels, regionaler und internationaler Konflikte sowie politischer Krisen scheint Wissenschaft ein Nebenschauplatz zu sein.

Es ist üblich, dass Forscher(innen) arbeitsbedingt in verschiedenen Ländern leben und grenzübergreifend arbeiten, allerdings ist Österreich im europäischen Vergleich kein Vorbild im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Es stellt sich die Frage, ob Österreich ein interessanter Ort für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ist. Wie gestaltet sich das Leben von Menschen, die hier als Wissenschafter(innen) arbeiten wollen? Gerade in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es nur bedingt eine Kultur des Dialogs zu brisanten Themen gibt. Wo finden sich die Wissenschaften im Schnittpunkt von Minderheits- und Mehrheitsgesellschaft wieder?

Das Projekt "Forscher(innen) unterwegs. Interkulturelle Dimensionen der Wissenschaften" ermöglicht einen kritischen Diskurs zum Thema Interkulturalität in den Wissenschaften und schafft Raum für die Begegnung von Wissenschafter(inne)n unterschiedlicher Herkunft. Das Projekt startete im Oktober 2008 mit einer Online-Dialogplattform in Form eines Blogs: Wissenschafter(innen) aus so genannten Entwicklungsländern und international tätige österreichische Wissenschafter(innen) werden Artikel posten und bloggen. Radiosendungen mit Interviews, Berichten und Umfragen werden regelmäßig stattfinden. In zwei Workshops in Wien und in Salzburg wird intensiv zum Thema interkulturelle Dimensionen der Wissenschaften gearbeitet werden.

Im Rahmen dieses einjährigen Projekts arbeiten Wissenschafter(innen) und Partner(innen) der Kommission für Entwicklungsfragen bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Forscher(innen) ohne Grenzen, Südwind Agentur und das Paulo Freire Zentrum gemeinsam daran, ein besseres Verständnis der wissenschaftlichen Zusammenarbeit im interkulturellen Dialog zu erreichen. Das Projekt sucht die Zusammenarbeit mit Medienvertreter(inne)n, Wissenschafter(inne)n, Unternehmer(inne)n und im Privatsektor tätigen Menschen sowie weiteren Akteur(inn)en im Schnittfeld der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, richtet sich aber auch an andere interessierte Menschen.

Das Projekt wird von der Kommission für Entwicklungsfragen bei der ÖAW durchgeführt und aus Mitteln des BMWF sowie der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit finanziert.


Kontakt:
Maiada Gassan Hadaia
Projektassistentin
Kommission für Entwicklungsfragen
bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-3205
Maiada.Gassan.Hadaia@assoc.oeaw.ac.at
www.kef-online.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at