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11.11.2008

Drei START-Preise an ÖAW-Forscher

Markus Aspelmeyer, Massimo Fornasier und Karel Riha erhalten hohe  Auszeichnung




Von den acht diesjährigen START-Preisträger(inne)n forschen drei an ÖAW-Instituten: Markus Aspelmeyer vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI), Massimo Fornasier vom Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics (RICAM) und Karel Riha vom Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI). Die Auszeichnungen, die mit je 1,2 Millionen Euro dotiert sind, wurden am Abend des 10. November 2008 gemeinsam mit dem Wittgensteinpreis - an den Quantenphysiker Markus Arndt - verliehen.

Die ÖAW-Preisträger

Markus Aspelmeyer arbeitet auf dem Gebiet der Quantum-Opto-Mechanik. Sein Hauptinteresse gilt der Erzeugung von so genannten quantenmechanisch verschränkten Zuständen, die völlig neue Wege der Quanten-Informationsverarbeitung erlauben. Aspelmeyer studierte Physik an der Universität München und forscht seit Jänner 2007 am IQOQI der ÖAW. Er wurde im Vorjahr den Ignaz L. Lieben-Preis ausgezeichnet und erhielt im August dieses Jahres den renommierten "Large Grant" des Foundational Questions Institute (FQXi; USA), das weltweit Forschungsprojekte zu fundamentalen Fragen der Physik und Kosmologie fördert.

Massimo Fornasier forscht auf dem Gebiet der partiellen Differenzialgleichungen für Approximation und Optimierung in höheren Dimensionen. Er entwickelt mathematische Methoden, die das Potential bildgebender Verfahren, wie etwa die Rekonstruktion unvollständiger Bilder - beispielsweise mittelalterlicher Fresken - enorm erweitern. Massimo Fornasier studierte Mathematik an der Universität Padua und kam nach einem Forschungsaufenthalt in Princeton im Jahr 2006 ans RICAM in Linz.

Der aus Tschechien stammende Karel Riha studierte molekulare Biologie und Genetik und promovierte an der Masaryk Universität in Brno. Anschließend arbeitete er im renommierten Labor von Dorothy Shippen an der Texas A&M University in den Vereinigten Staaten. In dieser Zeit untersuchte er Struktur und Funktion der Chromosomenenden (Telomere) in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana. Karel Riha forscht seit 2003 am Gregor Mendel-Institut (GMI) in Wien. Seit 2005 führt Karel Riha seine eigene Forschungsgruppe am GMI, mit der er seine Arbeit auf dem Gebiet der Chromosomenbiologie fortsetzt. Forschungsschwerpunkte im Labor von Karel Riha sind die Biologie der Telomere und der Meiose. Wie die Plastikumhüllung am Ende eines Schuhbandes vor dem Ausfransen, schützen Telomere die Chromosomenenden, damit diese nicht als DNS Bruch erkannt und fälschlicherweise repariert werden. Fehlende oder defekte Telomerstrukturen stehen im Zusammenhang mit Alterungsprozessen, Zelltod oder Tumorentwicklung. Deswegen ist die Erforschung der molekularen Strukturen und Mechanismen an Telomeren von großem Interesse und kann potentiell zur Entdeckung neuer Anti-Tumor-Strategien führen. Die Modellpflanze Arabidopsis ist besonders für die genetische Suche nach neuen Telomer-Faktoren geeignet. Aufgrund der starken Ähnlichkeit der Telomere in allen mehrzelligen Organismen sind die an Pflanzen gewonnenen Forschungsergebnisse auch für die Medizin relevant.

Karel Riha wurde heuer bereits mit dem Novartis-Preis für Biologie 2007 ausgezeichnet.


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