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30.01.2008

Schuberts erste Werke für Klavier zu vier Händen

Präsentation am 31. Jänner 2008



Der im Rahmen des internationalen Editionsunternehmens Neue Schubert-Ausgabe erschienene Band mit Schuberts frühen Werken für Klavier zu vier Händen wird am 31. Jänner 2008, der 211. Wiederkehr von Franz Schuberts Geburtstag, in der ÖAW präsentiert.

Schuberts erste Werke für Klavier zu vier Händen stammen aus der Zeit von 1810 bis 1818. Es sind drei Fantasien aus seiner Schulzeit im Wiener Stadtkonvikt und fünf Werke aus der Zeit um 1818. Mehrere davon sind in unterschiedlichen Fassungen, einige auch nur als Fragmente überliefert. Sie liegen nun erstmals komplett in dem von Walburga Litschauer herausgegebenen Band "Werke für Klavier zu vier Händen 1" der Neuen Schubert-Ausgabe vor.

"Während Schubert die frühen Fantasien als Experimentierfeld für seine ersten Kompositionsversuche dienten, waren einige der um 1818 entstandenen Stücke offenbar für den Klavierunterricht bestimmt", sagt Walburga Litschauer. Die Musikforscherin leitet seit 1980 die an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bestehende Wiener Arbeitsstelle der Neuen Schubert-Ausgabe.

Die Wiener Arbeitsstelle ist internationale Kooperationspartnerin eines langfristigen musikwissenschaftlichen Editionsunternehmens mit Sitz an der Universität Tübingen, dessen Ziel die wissenschaftlich-kritische Herausgabe aller Werke Franz Schuberts in 83 Bänden ist. "Die Neue Schubert-Ausgabe will einen Text bieten, der sowohl Wissenschaft als auch Praxis dienen soll. Ziel ist es, diesen Text auf der Basis eines Vergleichs aller erreichbaren Quellen zu erarbeiten und das von Schubert Gemeinte deutlich zu machen, soweit sich das aus den Quellen erschließen lässt", betont Walburga Litschauer. Die Neue Schubert-Ausgabe erscheint im Bärenreiter-Verlag in Kassel. Die Wiener Arbeitsstelle betreibt Quellenrecherchen, die Edition eigener Bände sowie die wissenschaftliche Beratung von Künstlern und Festivals.

Die Neue Schubert-Ausgabe versucht, dem spezifischen Charakter des Schubert'schen Werkverständnisses gerecht zu werden. Dazu gehören etwa die gleichberechtigt nebeneinander stehenden Fassungen eines Werkes sowie die Verdeutlichung der oft zahlreichen Varianten. Auf diese Weise wird bei aller philologischen Komplexität ein Notentext erstellt, der auch der musikalischen Praxis dienen soll. Die "Spiel-Regeln", verlorene Selbstverständlichkeiten aus der Zeit Schuberts, sollen dem heutigen Spieler einsichtig und anwendbar gemacht machen.

Im Rahmen eines Gesprächskonzertes mit dem Klavierduo Egri & Pertis wird der Band "Werke für Klavier zu vier Händen 1", präsentiert. Termin: Donnerstag, 31. Jänner 2008, 19.00 Uhr, Ort: Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19.

Im Zuge der Veranstaltung verleiht die Internationale Schubert-Gesellschaft die Ehrenmitgliedschaft an den Altpräsidenten der ÖAW, Werner Welzig.


Informationen zur Veranstaltung
Informationen zur Herausgeberin


Kontakt:
Univ.-Doz. Dr. Walburga Litschauer
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Zentrum Kulturforschungen
Kommission für Musikforschung der ÖAW
Wiener Arbeitsstelle der Neuen Schubert-Ausgabe
1010 Wien, Fleischmarkt 22
T + 43 1 51581-2440
walburga.litschauer@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/kmf


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