Forschungsarbeiten am Kremser Wachtberg in Gefahr
Offener Brief wendet sich an Politik
Der Wachtberg in Krems gilt als eine der wichtigsten paläolithischen Fundstellen in Europa. Die einzigartigen Ergebnisse der Grabungskampagnen 2005 bis 2007 (aus mehr als 15.000 Artefakten stechen vor allem die 27.000 Jahre alten Säuglingsgräber sowie die zentrale Feuerstelle hervor) haben weltweites Aufsehen auf die Forschung in Österreich und das Welterbe Wachau gelenkt. Die Forschungsarbeiten am Wachtberg sind jedoch durch geplante Bauarbeiten in großer Gefahr.
In einem Offenen Brief wenden sich Wissenschaftler(innen) der ÖAW und anderer Forschungseinrichtungen an Bundespräsident Heinz Fischer, Bundesministerin Claudia Schmied, Bundesminister Johannes Hahn und den Landeshauptmann von Niederösterreich Erwin Pröll, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu ersuchen. Die Unterzeichner regen u.a. eine Novellierung des für tief liegende Bodendenkmäler zahnlosen österreichischen Denkmalschutzgesetzes an, das bei entsprechender öffentlicher Bedeutung die wissenschaftliche Erforschung und nicht bloß den Erhalt der Substanz des Befundes sicherstellen sollte, sowie die Erarbeitung EU-weiter Richtlinien zur gesetzlichen sowie finanziellen Absicherung derart bedeutender Forschungsprojekte.
Der Offene Brief im Wortlaut [PDF]
Kontakt:
Dr. Christine Neugebauer-Maresch
Prähistorische Kommission
Österreichische Akademie der Wissenschaften
1010 Wien, Fleischmarkt 22
T +43 1 51581-2404
M +43 664 73642059
christine.neugebauer-maresch@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/praehist
Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at

