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24.04.2008

Neue Möglichkeiten für astronomische Spitzenforschung

ÖAW begrüßt Beitritt Österreichs zur Europäischen Südsternwarte ESO



Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) begrüßt den von Bundesminister Johannes Hahn bekanntgegebenen Beitritt Österreichs zur Europäischen Südsternwarte ESO. "Dieses 'Weltklassefenster' zum Universum, das den österreichischen Astronomen den Zugang zu den weltweit leistungsfähigsten Teleskopen ermöglicht, eröffnet damit neue Möglichkeiten für Spitzenforschung", betont ÖAW-Präsident Peter Schuster. Der Beitritt nach jahrelangen Verhandlungen sei ein großer Erfolg für die österreichische Wissenschaft, so Schuster.

Die Astronomie ist fest verankert in der ÖAW. In der Kommission für Astronomie sind Wissenschaftler(innen) aus verschiedensten Bereichen der Astronomie tätig - u.a. in der Extragalaktik, der Sternphysik und der numerische Astrophysik. Mit dem ESO-Beitritt ist für Österreichs Astronomen die Möglichkeit zur Forschung an vorderster Front gesichert.

Am Grazer Institut für Weltraumforschung der ÖAW werden Objekte in unserem Sonnensystem - Planeten, Kometen und die Sonne - untersucht. Das Institut hat vor die ESO-Teleskope als Ergänzung zu den in-situ Messungen bei Planeten im Sonnensystem zu nutzen. "Von besonderer Bedeutung für das Institut für Weltraumforschung ist jedoch, dass die nun vorhandene Möglichkeit von Beobachtungen mit ESO-Teleskopen bei dem geplanten Aufbau einer Nachwuchsgruppe im Bereich der Exoplanetenforschung neue Perspektiven eröffnet", begrüßt Institutsdirektor Wolfgang Baumjohann die Möglichkeit des Zugangs zu den weltweit stärksten Teleskopen.

Die europäische Südsternwarte ESO - eine der weltweit führenden internationalen Forschungseinrichtungen - baut und betreibt modernste Großteleskope für die Spitzenforschung zum Beispiel das "Very Large Telescope", das derzeit größte Telekop der Welt. Diese Teleskope stehen an drei verschiedenen klimatisch günstigen Standorten in der Atacama-Wüste in Chile. ESO plant auch schon die nächste Generation von Teleskopen und Instrumenten, mit denen wahrscheinlich im nächsten Jahrzehnt die neuen Entdeckungen im Kosmos gemacht werden.


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