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17.09.2007

Sprache - Wissenschaft - Gesellschaft

Veranstaltungen zum "Europäischen Tag der Sprachen"



Am 26. September 2007 findet der "Europäische Tag der Sprachen" statt. Aus diesem Anlass lädt das Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation der ÖAW zu Vorträgen, Präsentationen und einer prominent besetzten Podiumsdiskussion.

Wie entstehen neue Wörter? Wie lernen Kinder Sprache? Woher kommen Orts- oder Familiennamen? Wie entwickelt sich eine Sprache in Sprachinseln fernab der Heimat? Wie kann man die gesprochene Sprache für die Nachwelt erhalten? Die Sprache mit ihren vielfältigen Facetten steht am 26. September 2007, dem "Europäischen Tages der Sprachen" im Mittelpunkt von Vorträgen, Poster- und Videopräsentationen und einer Podiumsdiskussion an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Veranstalter ist das Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation der ÖAW.

Vorträge und Präsentationen rund um Sprache

Die Balkan-Kommission der ÖAW stellt das Lexikon der slowenischen Sprachen und Kulturen in Kärnten vor und erklärt die Entstehung neuer Wörter am Beispiel ihres Projekts zum Zivilisationswortschatz im südosteuropäischen Raum. Die ÖAW-Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung thematisiert Methoden der Kindersprachforschung sowie die Aphasieforschung.

Die Entstehung eines Dialektwörterbuches, Ortsnamen in Österreich, das Online-Lexikon der Familiennamen Österreichs sowie das Geo-Sprachinselinformationssystem Geo-SIS werden vom Institut für Österreichische Dialekt- und Namenlexika vorgestellt. Das Phonogrammarchiv öffnet seine linguistische Schatzkammer und widmet sich oralen Traditionen und undokumentierten Sprachen im Himalaja sowie den nach langen Wanderungen durch Europa schließlich im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewanderten Hutterern.

Die Podiumsdiskussion um 18:00 Uhr in der Aula der Wissenschaften steht unter dem Motto "Sprache - Wissenschaft - Gesellschaft: vom Nutzen des Analysierens und Dokumentierens". Teilnehmer(innen) sind der Germanist Manfred Glauninger vom Institut für Österreichische Dialekt- und Namenlexika der ÖAW, der Slawist Gerhard Neweklowsky von der Balkan-Kommission der ÖAW, der Romanist Franz Rainer, ÖAW-Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung, Dietrich Schüller, Direktor des Phonogrammarchivs der ÖAW, sowie die bekannte Autorin Christine Nöstlinger. Es moderiert Martin Bernhofer (Ö1-Wissenschaftsredaktion).

Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation der ÖAW

Das Zentrum Sprachwissenschaften, Bild- und Tondokumentation der ÖAW ist ein inter- und intradisziplinär ausgerichteter Verbund von vier Forschungseinrichtungen der ÖAW: der Balkan-Kommission, der Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung, des Instituts für Österreichische Dialekt- und Namenlexika und des Phonogrammarchivs.

Schwerpunkte sind die Dokumentation und Erforschung bzw. Analyse von Sprache(n) und Namen unter Einbeziehung ihrer kulturellen und sozialen Dimension in Vergangenheit und Gegenwart, die Erforschung der gesprochenen Varietäten in Österreich und in angrenzenden, ehemals deutschsprachigen Gebieten sowie die Sprachen Südosteuropas, insbesondere den slawischen Sprachen (auch Minderheitensprachen in Österreich) und deren namenkundlichem Niederschlag. Im Rahmen der Linguistik und Kommunikationsforschung widmen sich die Forscherinnen und Forscher dem Erstspracherwerb und der Beeinträchtigung von Sprache bei Sprachstörungen.


Weitere Informationen
Thema des Monats "Sprache"


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