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"Glühwürmchen" per Anhalter zum Mars

IWF an chinesischer Marssonde Yinghuo beteiligt




Nach dem erfolgreichen Start ihrer Mondmission planen die Chinesen nun ihren ersten Marsflug. Schon in zwei Jahren soll die chinesische Marssonde Yinghuo an Bord einer russischen Trägerrakete mit der russischen Sonde Phobos-Grunt quasi per Anhalter zum Roten Planeten fliegen.

Bild: Shanghaidaily.com
Ende 2006 haben die Vorbereitungen für den Bau von Yinghuo ("Glühwürmchen") an der Shanghai Academy of Spaceflight begonnen. Bis April 2008 soll bereits ein Prototyp fertig gestellt sein. Der gemeinsame Start der chinesischen und russischen Raumsonde vom Weltraumbahnhof Baikonur ist für Oktober 2009 geplant. Nach einer zehn bis elfeinhalb Monate langen Reise wird Yinghuo im August oder September 2010 abgetrennt und in eine äquatoriale Umlaufbahn um den Mars gebracht, in der die Raumsonde ein Jahr bleiben soll.

Yinghuo ist 75 cm lang, 75 cm breit und 60 cm hoch und hat eine Masse von 110 kg. Die Sonde wurde für eine maximale Missionsdauer von zwei Jahren entwickelt. "Yinghuo wird China einen ersten Blick auf den Planeten ermöglichen", sagt Dr. Tielong Zhang vom Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). "Außerdem können die Chinesen ihr Nutzlast-Wissen verbessern und ihre Erfahrungen im Bau von Planetensonden erweitern".

Wissenschaftlich wird sich Yinghuo vor allem der Erforschung der Mars-Umgebung widmen. Die Sonde hat drei Instrumente an Bord: ein Plasmainstrument, ein Magnetometer und eine Kamera. Mit Dr. Zhang und IWF-Direktor Prof. Baumjohann ist das IWF zusammen mit dem Swedish Institute for Space Physics (IRF Kiruna) an der Entwicklung des Plasmainstruments und natürlich an allen wissenschaftlichen Aspekten der Mission beteiligt.


Kontakt:
Dr. Tielong Zhang
T +43 316 4120-552
tielong.zhang@oeaw.ac.at
Prof. Wolfgang Baumjohann
T +43 664 3865347
baumjohann@oeaw.ac.at


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