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19.11.2007

Europäisches Datenschutz-Gütesiegel am Start

Einheitliche Zertifizierungsverfahren können beginnen



Am 20. November 2007 veranstaltet das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) als Partner im Konsortium "EuroPriSe" in Wien den ersten internationalen Workshop mit etwa 80 Datenschutzexpert(inn)en. EuroPriSe steht für European Privacy Seal - Europäisches Datenschutz-Gütesiegel.

Bei dem von der Europäischen Kommission im Rahmen des eTEN Programms geförderten Projekts mit neun Partnern aus acht EU-Mitgliedstaaten geht es darum, einheitliche Anforderungen für eine europaweite Zertifizierung von informationstechnischen (IT-)Produkten festzulegen. Das Europäische Datenschutzgütesiegel bestätigt, dass Produkte entsprechend den europäischen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit eingesetzt werden können. Die Leitung des Konsortiums liegt in den Händen des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD).

In Wien fällt der Startschuss für die Akkreditierung Europäischer Datenschutzgutachter und damit für die ersten Probezertifizierungen von IT-Angeboten im Binnenmarkt. Basis dieser Zertifizierungen sind Kriterien, die in der ersten Phase des Projektes von den Projektpartnern aus europäischen Rechtsnormen, zum Beispiel der Datenschutzrichtlinie, abgeleitetet worden sind.

"Die 80 Experten und Expertinnen aus 12 europäischen Staaten signalisieren mit ihrer Teilnahme ihr Interesse an einem europaweiten Zertifizierungsschema im Bereich Datenschutz und Datensicherheit", sagt Walter Peissl vom ITA. Projektleiterin Kirsten Bock vom ULD betont die breite Akzeptanz des von EuroPriSe verfolgten Ansatzes der Bereitstellung von gemeinsamen Verfahrensanforderungen: "Diese stellen eine hohe vergleichbare Qualität der Zertifikate sicher ohne die nationalen Besonderheiten zu ignorieren."

Emilio Aced Félez von der Datenschutzaufsichtsbehörde Madrid (Agencia de Protección de Datos de la Communidad de Madrid - APDCM):"Das große Interesse von Unternehmen an Pilotzertifizierungen zeigt, dass es für europaweite Datenschutzzertifikate eine große Nachfrage gibt. Wir müssen daher darauf achten, dass die nationalen Aktivitäten koordiniert werden. Hierbei übernimmt EuroPriSe eine wichtige Funktion."

Die ersten Probezertifizierungen werden im August 2008 noch vor Ende des EuroPriSe Projektes abgeschlossen sein.


Kontakt:
Mag. Dr. Walter Peissl
Institut für Technikfolgen-Abschätzung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Strohgasse 45, 1030 Wien
T +43 1 51581-6584
wpeissl@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at