Medikamentenforschung und Chemische Biologie
Internationale Konferenz vom 23. bis 26. August 2007
Wie wirken Medikamente? Welche neuen Möglichkeiten gibt es, die Wirkung von chemischen Verbindungen auf biologische Systeme auf molekularer Ebene zu erforschen? Im Rahmen der internationalen Konferenz "Drug Action and Chemical Biology in the Post-Genomic Era" kommen vom 23. bis 26. August 2007 Pharmaforscher(innen) und Chemische Biolog(inn)en in die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), um mögliche Synergien zwischen ihren bisher weitgehend getrennten Forschungsbereichen auszuloten. Veranstaltet wird die Konferenz vom CeMM - Forschungszentrum für Molekulare Medizin der ÖAW in Kooperation mit Ulrike Eggert von der Harvard Medical School.
Mit der Sequenzierung des menschlichen Genoms wurde das postgenomische Zeitalter eingeläutet. Der Bauplan des menschlichen Erbgutes ist entschlüsselt, nun geht es darum herauszufinden, wie die Bausteine des menschlichen Körpers zusammenspielen.
Chemische Biolog(inn)en versuchen biologische Prozesse besser zu verstehen, indem sie chemische Substanzen in eine Zelle einbringen und beobachten, wie sich dadurch das Zusammenspiel der Proteine, der Grundbausteine der Zellen, verändert. Molekulare Pharmaforscher und -forscherinnen untersuchen auf die gleiche Weise die Wirkung von Arzneistoffen.
"Mit der Konferenz treffen erstmals Experten und Expertinnen der bisher weitgehend unabhängig voneinander agierenden Forschungsbereiche Molekulare Pharmaforschung und Chemische Biologie aufeinander, um über mögliche Synergien zu diskutieren", sagt Giulio Superti-Furga, Direktor des CeMM und Organisator der Konferenz. Zu den 29 renommierten Sprecher(inne)n zählen u.a. Stephen Fesik (Abbott), Julian Downward (Cancer Research UK), Matt Bogyo (Stanford University), Benjamin Cravatt (The Scripps Research Institute) und Mike Tyers (Toronto).
Im Mittelpunkt der Konferenz "Drug Action and Chemical Biology in the Post-Genomic Era" stehen der State of the Art in den Bereichen Chemische Genetik, Chemische Genomik, Proteomik sowie Systembiologie ebenso wie die neuesten methodischen Ansätze. Rund 120 internationale Teilnehmer(innen) werden erwartet.
CeMM
Das CeMM - Forschungszentrum für Molekulare Medizin (Research Center for Molecular Medicine) ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut der ÖAW. Es ist am Wiener AKH angesiedelt und forscht in enger Zusammenarbeit mit der klinischen Praxis an innovativen therapeutischen und diagnostischen Ansätzen. Schwerpunkte sind Krebs, immunologische Krankheiten sowie die Erforschung von Entzündungsprozessen.
Weitere Informationen zur Konferenz
Hintergrundinformationen zum Forschungsschwerpunkt Molekular- und Nanomedizin an der ÖAW:
Thema des Monats "Innovative Medikamente"
Kontakt:
Dr. Giulio Superti-Furga
Direktor
CeMM - Forschungszentrum für Molekulare Medizin
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